Im Folgenden gebe ich eine Geschichte wieder, die Ismael in "Ismaels Geheimnis" erzählt. Sie ist erfunden und doch für so viele Jugendliche unserer Geschichte wahr, nicht genau gleich, aber in abgewandelter Form. Deshalb möchte ich sie hier wiedergeben. Abgesehen davon, dass ich die neue Rechtschreibung benutzt habe, steht sie so in dem Buch "Ismaels Geheimnis". Das Ende ist heftig, aber genau so wahr, wie alles andere in der Geschichte. Ich würde gerne viel Spaß beim Lesen wünschen, aber ich glaube, das wäre unpassend. Ich hatte auch überlegt, ob ich die Geschichte nur wiedergebe und nicht abtippe. Aber ich finde, Ismael sollte hier reden (Daniel selbst hat mir eine etwas gekürzte englische Version geschickt, ich habe die deutsche nun danach angepasst, ansonsten ist die Geschichte aber vollständig, ihr könnt sie auf den Seiten 217-220 in "Ismaels Geheimnis" nachlesen):
Meine Wohltäterin Rachel Sokolow zählte im College einen jungen Mann namens Jeffrey zu ihren Freunden, dessen Vater ein reicher Chirurg war. Jeffrey wurde im Leben vieler Menschen damals und auch später zu einer wichtigen Person, weil er die Leute vor ein Problem stellte. Er wusste einfach nicht, was er mit sich anfangen sollte. Er war attraktiv, intelligent, sympathisch und zeigte bei fast allem, was er machte, auch Talent. Er konnte gut Gitarre spielen, obwohl er kein Interesse an einem musischen Beruf hatte. Er konnte gut fotografieren, konnte gut zeichnen, er spielte die Hauptrolle in einer Theateraufführung seiner Schule, er schrieb unterhaltsame Geschichten, aber auch provozierende Aufsätze, aber er wollte weder Fotograf noch Künstler, Schauspieler oder Schriftsteller werden. Er brachte in jeder Klasse gute Leistungen, aber er wollte weder Lehrer noch Geisteswissenschaftler werden. Er war auch nicht daran interessiert, in die Fußstapfen seines Vater zu treten oder auf dem Gebiet der Juristerei, der Naturwissenschaft, der Mathematik, der Wirtschaft oder der Politik tätig zu werden. ... Trotz alledem schien er sozial gut angepasst, wie man es nennt. ...
Jeffreys Freunde wurden nie müde, ihm Vorschläge zu machen, wie er sein Leben gestallten sollte. Würde es ihm keinen Spaß machen, in der Lokalzeitung Filme zu besprechen? Hatte er je daran gedacht, sich aufs Elfenbeinschnitzen oder das Goldschmieden zu verlegen? Die Kunstschreinerei wurde ihm als etwas überaus Befriedigendes ans Herz gelegt. Wie wäre es mit der Fossiliensuche? ... Jeffreys Vater hatte großes Verständnis dafür, dass sein Sohn offensichtlich nicht imstande war, etwas zu finden, was ihn begeisterte. Er unterstützte ihn bereitwillig bei allem, was es seinem Sohn wenigstens wert schien, ausprobiert zu werden. Wenn eine Weltreise irgendeinen Reiz für ihn hatte, dann würde man eine Reiseagentur beauftragen, eine entsprechende Route zusammenzustellen. Wenn er zur See wollte, würde man ihm ein passendes Boot bereitstellen. ... Jeffrey jedoch tat dies alles mit einem höflichen Achselzucken ab, peinlich berührt, weil sich seinetwegen alle solche Gedanken machten.
Ich will hier nicht den Eindruck erwecken, dass Jeffrey faul oder verzogen gewesen wäre. Er war im Studium immer bei den Besten, jobbte nebenher, lebte in einer gewöhnlichen Studentenbude, besaß kein Auto. Er betrachtete einfach die Welt, die sich ihm darbot, und konnte nichts entdecken, das zu besitzen ihm etwas wert gewesen wäre. Seine Freunde sagten ständig zu ihm: "Schau, so kannst du doch nicht weitermachen. Du verzettelst dich. Du musst dir ein Ziel suchen. Du musst irgend etwas finden, was du mit deinem Leben anfangen willst!"
Jeffrey machte seinen Abschluss mit Auszeichnung, aber ohne sich für eine bestimmte Richtung entschieden zu haben. nachdem er den Sommer im hause seines Vaters verbracht hatte, besuchte er zwei Freunde aus dem College, die gerade geheiratet hatten. Er nahm seinen Rucksack mit, seine Gitarre, sein Tagebuch. Nach ein paar Wochen verabschiedete er sich von ihnen, um andere Freunde zu besuchen und fuhr per Anhalter weiter. Er hatte es nicht eilig. Er machte auf seinem Weg immer wieder halt, half ein paar Leuten dabei, einen Schuppen zu bauen, verdiente genug Geld, um sich über Wasser zu halten, und erreichte schließlich sein nächstes Reiseziel. Bald stand der Winter vor der Tür, und er machte sich wieder auf den Heimweg. Er und sein Vater führten lange Gespräche, spielten Rommé, Poolbillard und Tennis, sahen sich Football an, tranken Bier, lasen Bücher, gingen ins Kino.Als der Frühling kam, kaufte sich Jeffrey einen Gebrauchtwagen und fuhr wieder los, um Freunde zu besuchen, diesmal in die andere Richtung. Man nahm ihn gerne auf, wo immer er hinkam. Die Leute mochten ihn, und er tat ihnen leid, weil er so wurzellos, so unfähig, so unkonzentriert war. ...
So vergingen die Jahre. Jeffrey sah zu, wie seine alten Freunde heirateten, Kinder bekamen, an ihrer beruflichen Karriere bastelten, Unternehmen gründeten, hier zu ein wenig Ruhm gelangten, dort zu ein wenige Vermögen, während er weiter Gitarre spielte, hier und da ein Gedicht verfasste und ein Tagebuch nach dem anderen voll schrieb. Letzten Frühling feierte er mit Freunden zusammen in einem Ferienhaus am Lake Wisconsin seinen einunddreißigsten Geburtstag. Am nächsten Morgen ging er ans Ufer hinunter, schrieb ein paar Zeilen in sein Tagebuch, watete dann in den See und ertränkte sich.
Viele würden jetzt sicher ihr Mitleid ausdrücken. Sagen, wie schade es doch um Jeff ist, dass es so endete. Einige würden vielleicht die Schultern zucken und sagen, dass Jeffs Schicksal nicht das einzige ist, das so endet. Es gibt tatsächlich viele Jugendliche, die ähnlich fühlen wie Jeff. Mutter Kultur verbietet es ihnen nur, diese Gefühle offen zu zeigen. Außerdem hatte Jeffrey das Glück einen reichen Vater zu haben. Anderenfalls wäre er wahrscheinlich - wie viele andere auch - in einen Beruf eingestiegen, der ihm nicht wirklich gefiel, und das nur, um zu überleben. Bevor ich noch etwas mehr zu den Hintergründen der Geschichte erzähle, habe ich eine Frage: War Jeffrey wirklich verrückt oder so unnormal, wie ihn alle anscheinend hielten? Die Geschichte von Jeffrey ist wahr. Nicht nur, weil sie in ähnlicher Form auf so viele Jugendliche unserer Zeit zutrifft. Der "wahre" Jeffrey hieß Charles Eppinger. Sein Vater Charles Eppinger hat (als Co-Autor angegeben) das Tagebuch seines Sohnes veröffentlicht und den Briefwechsel zwischen Vater und Sohn (ergänzt durch Erklärungen von Charles) veröffentlicht. Es ist unter dem Titel "Restless Mind, Quiet Thoughts" erhältlich (nur auf englisch).
In Erinnerung an Daniel Quinn (11. Oktober 1935-17. Februar 2018)
Sonntag, 17. Februar 2019
Sonntag, 27. Januar 2019
M&M: Stand and Deliver
Dieser Film aus dem Jahr
1988 basiert auf dem wahren Leben des Mathematiklehrers Jaime
Escalante. Jammert nicht sofort, ohne euch den Film erst angesehen zu
haben. Dieser Film kam raus, bevor einige der, traurigerweise
bekannteren, „wahres Leben Lehrer Geschichten“ erschienen.
Übrigens wird der echte Jaime Escalante auf imdb zitiert gesagt zu
haben, dass der Film „90% Wahrheit und 10% Drama“ wäre, was
meiner Meinung nach ziemlich gut ist.
Jaime Escalante was ein
wirklich strenger Lehrer. Musste er sein, da er eine Klasse
Jugendlicher hispanischer Immigranten unterrichtete. Er wird gespielt
von Edward James Olmos. Einige von euch dürften ihn aus Battlestar
Galactica als William „Bill“Adama kennen. Olmos hat eine
Oscar-Nominierung erhalten für seine Rolle als Escalante. Der Film
konzentriert sich hauptsächlich auf den Mathematikunterricht. Aber
wir sehen auch kurze Einblicke in Escalantes Privatleben. Er hat
einen Sohn, der von Olmos' echtem Sohn gespielt wird, Bodie Olmos.
Escalante muss den
Jugendlichen Mathematik beibringen und ist wirklich mit Leidenschaft
dabei, was sicherlich den Jugendlichen hilft, Interesse zu bekommen
und im Unterricht zu aufzupassen. Er ist ehrlich zu den Schülern und
sagt ihnen das zwei Punkte gegen sie sprechen: ihr Name und ihre
Hautfarbe. Das wird die Welt annehmen lassen, dass sie wenige wissen
als sie tun. Ihre Chefs auf der Arbeit werden sich nicht um ihre
Probleme kümmern, also würde er es auch nicht. Er hilft letztlich
trotzdem einer Schülerin, als er herausfindet, dass ihre Eltern sie
von der Schule genommen haben und spricht mit dem Vater. Natürlich
hat die Klasse auch einen Unruhestifter. Escalante nennt ihn „Finger
Man“ aus offensichtlichen Gründen. Ich mag die Art, wie Escalante
auf ihn reagiert, indem er ihm ein bisschen coole Mathematik mit
seinen Fingern zeigt. Basierend auf den Youtube Kommentaren bin ich
nicht die einzige Person, die sich wünschte, dass meine Lehrerin mir
diesen Trick beigebracht hätte. Ihr werdet wissen, was ich meine,
wenn ihr den Film anseht und zu dieser Szene kommt.
Die Schüler werden gut
genug, dass sie in ihrem Abschlussjahr den AP Calculus machen können.
Escalante unterrichtet die Schüler dafür im Sommer Stunden in
fortgeschrittener Mathematik als Vorbereitung darauf. Die anderen
Lehrer werden zynisch Escalante gegenüber. Sie glauben nicht, dass
die Schüler fähig dazu sind. Aber Escalante und die Schüler zeigen
ihnen, dass sie falsch liegen. Sie machen den Test und bestehen ihn
auch. Allerdings zweifelt der Educational Testing Service die
Ergebnisse an. Sie beschuldigen die Schüler betrogen zu habe, da
mehrere Schüler die gleichen Fehler haben. Escalante glaubt, dass
Rassismus dahinter steckt. In einer kurzen Szene, wo sie versuchen
einige Schüler zu befragen, wird einer von ihnen vermeintlich weich
und hat genau die richtigen Antworten. Übrigens ist unter den
Leuten, die sie befragen ist ein recht junger Andy Garcia als Dr.
Ramirez. Ihr könnt sehen, dass er deutlich darum kämpft, nicht mit
den Studenten mit zu lachen, aber er zeigt immerhin ein kurzes
Lächeln, bevor er mit seinen Kollegen weggeht. Escalante schlägt
vor, dass die Schüler den Test wiederholen. Ihnen wird der Wunsch
gewährt mit nur einem Tag Vorbereitungszeit dafür.
Wie haben sie beim zweiten
Mal im Test abgeschnitten? Seht es selbst. Wirklich, schaut euch den
Film an. Ich weiß, er ist alt, aber er hat einige großartige
Szenen. Meiner Meinung nach sehr sehenswert.
Samstag, 19. Januar 2019
Die Neuro-Logischen Ebenen und die Wichtigkeit unserer Wortwahl
Als ich Heilpädagogik
studierte sagte man uns, dass Körpersprache und eine „offene
Körperhaltung“ wichtig wäre in der Arbeit mit Klienten. Sie
gingen nicht weiter darauf ein. Also musste ich selbst darüber
lernen (vor allem lesen). Ich stieß auf Neuro-Linguistisches
Programmieren (NLP). Ich werde nicht weiter auf Details eingehen, was
das genau ist. Was sie unter anderem machten und noch immer machen,
ist diejenigen unter die Lupe zu nehmen, die etwas gut können und
heraus zu finden, wie sie es tun, um andere, die nicht so gut darin
sind oder gar nichts darüber wissen, diese Aktivität beizubringen.
Eine der Leute, die besonders interessiert an der Erforschung war,
wie Leute Dinge tun, ist Robert Dilts. Das Zitat, mit dem ich meinen
vorigen Eintrag anfing, war aus dem Buch „Dynamic Learning“ von
Robert Dilts und Todd Epstein und ist eine Verschriftlichung eines
Seminars über Lernen und Lehren.
Eine der Dinge, die Robert
Dilts entwickelte (das ist auch in „Dynamic Learning“ erwähnt
und in anderen seiner Bücher) sind die „Neuro-Logischen Ebenen“
(Neuro-Logical Levels), manchmal auch nur „Logische Ebenen“
genannt oder „Ebenen des Lernens“.
a) Identität – Wer?
b) Glaubenssätze und
Werte – Warum?
c) Fähigkeiten – Wie?
d) Verhalten – Was?
e) Umgebung – Wo und
Wann?
Manchmal haben diese
Ebenen noch eine weitere Ebene vor „Identätit“, nämlich
„Spiritualität/Mission“, die nach „Wer noch?“ fragt. Für
die Zwecke dieses Eintrags reichen allerdings die 5 oben genannten
Ebenen. All diese Ebenen beeinflussen Lernen und beeinflussen sich
gegenseitig. Veränderungen in den unteren Ebenen eher wenig Einfluss
haben auf die oberen Ebenen als Veränderungen der oberen Ebenen die
unteren Ebenen beeinflussen.
Beispielsweise ist es in
der Tat schwieriger gegen Mittag zu lernen, wenn man gerade gegessen
hat und der Körper mehr beschäftigt ist mit Verdauung und dem Bauch
als Kopffreiheit und Lernen. Ich erinnere mich noch an einen Lehrer
an der Fachhochschule, der unglücklicherweise uns recht Theorie
beladene Themen in einem Seminar mittags lehrte. Einmal als er
merkte, dass wir alle einfach zu müde waren, um wirklich
aufzupassen, war er freundlich genug, die Stunde vorzeitig zu
beenden. Das weiß ich sehr zu schätzen. Oder wenn es sehr heiß ist
im Sommer und bereits alle Fenster auf sind, damit Luft rein kommt,
aber kein Wind draußen weht, könnte es schwer sein, sich zu
konzentrieren.
Zum Thema Konzentration:
Worauf Schulen sich normalerweise konzentrieren, ist die Leistung der
Schüler. Das wäre die Verhaltensebene und wie gut sie es tun, die
Fähigkeiten bewerten.
Die Dinge können sehr
durcheinander geraten mit schlimmen Folgen, wenn beispielsweise ein
Kind nicht gut schreibt. Wir sind schnell dabei zu sagen, „Das Kind
ist legasthenisch“. Legasthenie ist der Begriff für wenn jemand
Probleme beim Lesen und/oder Schreiben hat. Aber schaut noch einmal
auf die Ebenen oben. Wenn wir sagen, dass jemand „legasthenisch
ist“, dann ist das das Identitätsebene. Es ist die Spitze der
Ebenen. Es beeinflusst alle anderen Ebenen. Und es ist falsch. Wenn
sie schlecht sind, weil sie schlecht schreiben können, dann ist das
eine Fähigkeitenebene, nicht Identitätsebene. Traurigerweise
identifizieren sich Menschen schnell mit ihren Symptomen und was
einmal eine relativ niedrige Ebene von „schlecht schreiben“ war,
kann schnell zu „ein legasthenisches Kind“ werden oder „ein
Kind mit Lernproblemen“. Ratet mal, welche dieser Probleme
einfacher zu ändern ist?
Randbemerkung: Es muss
etwa in der achten Klasse gewesen sein, als die Lehrer uns über
Pubertät, Sex und all diese Dinge aufklärten. Ich erinnere mich,
dass wir ein kleines Buch im Religionsunterricht bekamen, das ich
letztlich in der Schulbücherei abgab. Ich weiß nicht mal mehr, ob
ich an einem gewissen Punkt aufhörte es zu lesen, oder ob ich es
komplett las und dann in der Schulbücherei abgab. Jedenfalls war da
ein Absatz, wo erklärt wurde, dass Jugendliche manchmal mit den
Eltern streiten und gemein und schlecht sind ihnen gegenüber. Der
Leser müsste sich aber keine Sorgen machen: „Du kannst dich noch
ändern.“ Diese Zeile machte mich wütend und das sagte ich auch
der Bibliothekarin, der ich mein Exemplar vom Buch gab. Selbst damals
dachte ich, dass ein Jugendlicher sein um Veränderungen geht und
erwachsen und unabhängig werden. Für mich sind zumindest manche der
Ausraster der Jugendlichen begründet in dem Prozess des
Erwachsenwerdens und Hormone und nicht so sehr aus freien Stücken
eine schlechte Person zu sein. Entsprechend einem Jugendlichen zu
sagen, dass sie „sich noch ändern können“, schien eine dumme
Sache zu schreiben, meiner Meinung nach. Hieß das, dass wenn sie
nicht mochten, wer sie dann waren (mit den Ausrastern zum Beispiel),
dass das nicht bedeutete, dass sie so blieben bis sie starben? Nun,
natürlich nicht! Ich schätze, das Wort, dass mich am meisten
verletzte, war das Wort „kannst“. Zugegeben, es gibt auch einige
schlechte Erwachsene da draußen. Ich schätze, die Autoren des
Buches würden behaupten, dass diese die Chance zur Änderung nicht
genutzt haben. Allgemein ist für mich diese Änderung eine Tatsache
meiner Meinung nach und das zu einem „Du kannst dich noch
ändern“ zu machen, erschien wirklich dumm.
Also jedenfalls die
Aussage, die ich in diesem Eintrag hier machen wollte ist, dass wir
aufpassen sollten, besonders wenn wir negative Rückmeldung an Kinder
geben, auf welcher Ebene wir diese Kommentare machen. Es wird eine
Wirkung haben. Einige mehr als andere, in Abhängigkeit von den
Ebenen.
Freitag, 11. Januar 2019
Mein letzter und bester Mathematiklehrer
“Having a student
identify with mathematics is really different than having them study
it and try hard to learn it.” Robert Dilts (Robert B. Dilts/Todd A.
Epstein: “Dynamic Learning”, Meta Publications, 1995)
(Wenn ein Schüler sich
mit Mathematik identifiziert ist es wirklich anders als wenn sie es
studieren und versuchen schwer zu lernen.)
Ich war immer bestenfalls
durchschnittlich in Mathematik in der Schule. In Klausuren schrieb
ich 3 oder 4. Das ist in Ordnung, aber nicht großartig. In meinem
letzten Jahr auf dem Berufskolleg bekamen wir einen neuen Lehrer. Ich
habe vergessen, warum der andere nicht für unserer letztes Jahr bei
uns blieb. Was uns beide, meinen neuen Lehrer und mich, überraschte,
war die Tatsache, dass ich plötzlich 1 in Klausuren schrieb! Ja,
richtig. Es machte mich sprachlos, als es das erste Mal passierte.
Ich glaube, dass es zum
Teil dadurch kam, dass der neue Lehrer ein neues Thema immer anfing,
indem er darüber sprach, wie es mit der realen Welt da draußen
zusammenhing. Es ist gut, einige Verbindungen zur realen Welt zu
haben und nicht nur abstrakte Zahlen und ausschließlich für
Klausuren zu lernen. Wohlgemerkt weiß ich jetzt kaum noch etwas von
der Mathematik. Es ist 17 Jahre her. Einfach zu lange Zeit. Aber ich
erinnere mich an die Tat erst über die reale Welt zu reden.
Ich frage mich, wie viel
mehr Schüler motiviert währen zu lernen und studieren über nur die
Klausuren hinaus, wenn alle Lehrer das machten. Es war nicht, dass der
neue Mathematiklehrer die ganze erste Stunde über die Verbindung
sprach. Ich erinnere mich nicht mehr, wie viel Zeit er darauf
verwendete. Aber selbst wenn es nur ein paar Minuten war und ein paar
einfache Beinspiele auflistet, macht es das Thema zumindest
nachvollziehbarer, oder nicht? Es muss keine lange Rede sein.
Letztlich beendete ich die
Schule trotzdem noch mit einer durchschnittlichen 3 in Mathematik, da
sie die vorigen Klausuren vor meinen 1 Klausuren addieren mussten und
ich in einer Klausur einen ziemlichen Aussetzer hatte, die auch Teil
der letzten Klausur war. Ich bin nicht gut in gewissen Teilen der
Mathematik, weil mein Gehirn es scheinbar nicht versteht, unabhängig
all der Bemühungen meiner Lehrer.
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Sonntag, 6. Januar 2019
Vorsicht vor dem roten Stift!
Ich erinnere mich, dass während meiner
ersten paar Jahre in der Schule die Lehrerin uns kurze Texte vorlas
und wir diese schreiben mussten, um Schreiben und Rechtschreibung zu
üben. Ich war darin recht gut damals. Ich machte kaum Fehler. Ich
habe noch immer Bilder im Kopf von meinen Texten, die frei von
Korrekturen waren und nur am Ende wäre ein „Prima, Sarah!“ Für
keine Fehler.
Während meiner ersten zweieinhalb
Jahre lebte ich in Norddeutschland. Wir hatten einen Text, der einen
Satz hatte, wo ich einen kleinen Fehler machte, wo es um Bücher in
einem Regal ging. Während der Weihnachtsferien im meinem dritten
Jahr zogen wir um und ich wechselte die Schule. In meiner neuen
Schule schrieben wir noch immer diese Texte, die die Lehrerin uns
vorlas. Ratet mal was? Eines Tages in meiner neuen Schule las die
Lehrerin den Text über die Bücher und ich machte den gleichen
Fehler, die Sache mit den Büchern im Regal. Das war tatsächlich er
einzige Fehler, den ich das zweite Mal machte! Meine Mutter machte
eine Bemerkung darüber, dass ich den gleichen Fehler das erste Mal
gemacht hatte. Ich kann mich nicht an das erste Mal erinnern und wie
das lief. Aber das ist, warum ich den Satz noch immer im Kopf habe:
Nicht wie ich ihn das erste Mal geschrieben habe, sondern für den
Fehler. Den Fehler, den ich zweimal gemacht habe, nach Aussage meiner
Mutter.
Ich habe vergessen, wo ich es gelesen
habe. Es ist eine Weile her. Ein Teil des Problems des aktuellen
Schulsystems und Lehrsystem ist, dass die Lehrer sich darauf
konzentrieren, Fehler zu kennzeichnen. Rote Stifte kennzeichnen
alles, was falsch ist. „Achtung! Falsch!“ Wenn du ein guter
Schüler bist, keine oder wenige Fehler machst, bleibt dir nur ein
kurzer, netter Kommentar. Falls überhaupt irgendetwas.
In jüngster Zeit scheint es Lehrer zu
geben, die Kinder schreiben lassen wie sie wollen und sie nicht
korrigieren. Das hat zumindest eine Arbeitskollegin mir einmal
erzählt. Vielleicht wollen diese Lehrer die Kinder nicht entmutigen,
indem sie auf all die Fehler hinweisen. Aber wo führt das diese hin
in den höheren Klassen, wenn sie immer noch schreiben, wie sie
wollen? Es gibt gewisse Regelsätze wie man buchstabiert und
Grammatik und all das. Man kann das nicht einfach ignorieren.
Manchmal schreibt man anders, für einen gewissen Effekt und das ist
bewusstes Schreiben. Kinder müssen allerdings erst die richtige Art
lernen. Oder vielleicht sind die Lehrer faul? Ich habe auch
Erwachsene schlecht schreiben sehen. Ab einem gewissen Alter macht
keiner mehr auf die Fehler aufmerksam. Ich kenne die Motivation
dieser Lehrer nicht. Ich hoffe, es ist mehr dran als nur... Faulheit?
Wie wäre es statt dessen mit mehr
Motivation der guten Schüler und nur auf diese zu beachten? Auf
diese Weise fühlten sie sich gut und sicher so weiter zu machen mit
dem, was sie gut machen. Und die schlechten Schüler könnten sich
interessieren für die Art, wie die guten Schüler machen, was sie
gut machen. Statt dass die schlechten Schüler sich schlecht fühlen
für ihre Fehler und den guten Schülern nur ein kurzer Kommentar
bleibt? Nur eine Idee.
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Dienstag, 25. Dezember 2018
M&M: Passengers
Der Film Passangers von 2008 erzählt die Geschichte der Psychotherapeutin Claire Summers (Anne Hathaway), die gerufen wird, die einzigen fünf Überlebenden eines Flugzeugabsturzes zu betreuen. Eric (Patrick Wilson) ist einer der Überlebenden und ungewöhnlich fröhlich bis euphorisch nach dem Crash. Er weigert sich, an den Gruppentreffen teilzunehmen und bestätigt Claire mehrfach, dass er kein Patient sei. Er lehnt eine Therapie völlig ab. Claire und Eric kommen sich über „Hausbesuche“ trotzdem näher. Während dessen verschwinden die anderen Überlebenden. Eric hat bereits bei seiner ersten Begegnung mit Claire angedeutet, sie sollte mit ihrer Schwester Kontakt aufnehmen. Doch auf Anrufversuche reagiert sie nicht und als Claire sie besucht, ist sie nicht zu Hause. Dafür trifft sie einen Vertreter der Fluggesellschaft, der ihr versichert, dass alle Passagiere gestorben seien und der Pilot am Unglück Schuld gewesen sei. Der Mann lässt einen Pilotenkoffer stehen. In ihm findet Claire eine Passagierliste. Auf dieser Liste ist auch ihr eigener Name.
Der Film ist insgesamt recht ruhig ohne große Action-Szenen. Mir persönlich hat vor allem die Beziehung zwischen Claire und Eric besonders gefallen und das Zusammenspiel der beiden Schauspieler. Claire ist bemüht ihm zu helfen, zu seinen Bedingungen, indem sie ihn nicht zu den Treffen der anderen zwingt. Eric wiederum wirkt, zumindest für mich, trotz (oder gerade wegen?) seiner positiven, draufgängerischen, euphorischen Art sympathisch.
Die Auflösung, was es mit den Passagieren auf sich hat, ist am Ende vermutlich nicht besonders überraschend und aus ähnlichen Filmen bekannt. Am Ende ist der Film für mich gar nicht mal so sehr ein Mystery-Thriller oder Drama, als die er durchaus gesehen werden kann. Für mich handelt der Film vor allem um Beziehungen zu einander und von Menschen, die um andere bemüht sind. Claire ist bemüht um die Passagiere und ihre Nachbarin (gespielt von Dianne Wiest) und andere sind ebenso um sie bemüht. Wie sehr und warum wird für sie erst gegen Ende deutlich.
Als ich den Film das erste Mal sah, dachte ich unweigerlich an eine gewisse bekannte Fernsehserie. Das Ende dieser Serie und damit die Auflösung, was mit diesen Charakteren dort los ist, hat viele enttäuscht. Ich selbst schaffte es nicht weiter als bis zum Ende der ersten Staffel dieser Serie. So bekannt die Wendung von Passengers möglicherweise am Ende ist, halte ich die Art, wie Passengers erzählt wird und konstruiert ist für weitaus besser und fairer dem Zuschauer gegenüber als die Serie war.
Bei all den Beziehungen und Bemühungen um andere Menschen, gibt es eine Chance für die Beziehung zwischen Claire und ihrer offenbar entfremdeten Schwester? Das müsst ihr euch selbst anschauen.
Dieser Film spielt nicht zur Weihnachtszeit, nicht einmal im Winter. Entscheidend für mich, ihn als Rezension im Dezember auszuwählen war eine Bemerkung von Eric: „That crash. It's like being born again.“ („Dieser Absturz. Es ist wie eine Wiedergeburt.“) Weihnachten feiert die Geburt von Jesus (wenn auch nicht seine Wiedergeburt) und ist mehr als andere christliche Feste ein Fest der Beziehungen.
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Sonntag, 23. Dezember 2018
Meine Weihnachtslieder "Liste" 2018
Hier nun eine weitere Inspiration an Liedern für Weihnachten:
Elvis Presley, Martina McBride - Blue Christmas:
Elvis mit einem eigens komponierten Lied, wie er selbst sagt.
https://www.youtube.com/watch?v=3KK6sMo8NBY
Barbara Streisand - Jingle Bells:
Eine ungewöhnlich schnelle Version des bekannten Liedes, vermutlich trifft etwas für jeden.
https://www.youtube.com/watch?v=3Nq0CuUKTjc
Destiny's Child - 8 Days Of Christmas:
Nicht jedes Weihnachtslied muss besinnlich und langsam sein, wie Destiny's Child zeigen.
https://www.youtube.com/watch?v=ikOWQ9YIb-A
The Jackson 5 - I saw Mommy kissing Santa Claus:
Was soll man davon halten, dass ein Junge davon singt, dass er Mommy jemand anderen küssen sah als Daddy?
https://www.youtube.com/watch?v=PITCmngiMfA
Brenda Lee - It's A Marshmallow World:
Ist für den verrückten Titel auf meine Liste.
https://www.youtube.com/watch?v=tm-k54HTWgI
The Beach Boys - Little Saint Nick:
Auch dieses Lied ist zwar weihnachtlich, aber peppiger als so viele andere.
https://www.youtube.com/watch?v=0_3HLtW8mCw
The Kinks - Father Christmas:
Dieses Lied hat vermutlich viele ärmere Kinder angesprochen (Father Christmas, give us some money/Don't mess around with those silly toys).
https://www.youtube.com/watch?v=l-oVPVsCqs4
The Rolling Stones - Winter:
Wahrscheinlich wünschen sich viele weibliche Fans, dass sie die Frau wären, über die Mick singt: Sometimes I wanna wrap my coat around you. Weiß gar nicht, was meine Mutter von dem Lied hielt. Sie war ein Fan.
https://www.youtube.com/watch?v=frt_f0eP_Hs
Hier ist Meine Weihnachtslieder "Liste" 2013
Elvis Presley, Martina McBride - Blue Christmas:
Elvis mit einem eigens komponierten Lied, wie er selbst sagt.
https://www.youtube.com/watch?v=3KK6sMo8NBY
Barbara Streisand - Jingle Bells:
Eine ungewöhnlich schnelle Version des bekannten Liedes, vermutlich trifft etwas für jeden.
https://www.youtube.com/watch?v=3Nq0CuUKTjc
Destiny's Child - 8 Days Of Christmas:
Nicht jedes Weihnachtslied muss besinnlich und langsam sein, wie Destiny's Child zeigen.
https://www.youtube.com/watch?v=ikOWQ9YIb-A
The Jackson 5 - I saw Mommy kissing Santa Claus:
Was soll man davon halten, dass ein Junge davon singt, dass er Mommy jemand anderen küssen sah als Daddy?
https://www.youtube.com/watch?v=PITCmngiMfA
Brenda Lee - It's A Marshmallow World:
Ist für den verrückten Titel auf meine Liste.
https://www.youtube.com/watch?v=tm-k54HTWgI
The Beach Boys - Little Saint Nick:
Auch dieses Lied ist zwar weihnachtlich, aber peppiger als so viele andere.
https://www.youtube.com/watch?v=0_3HLtW8mCw
The Kinks - Father Christmas:
Dieses Lied hat vermutlich viele ärmere Kinder angesprochen (Father Christmas, give us some money/Don't mess around with those silly toys).
https://www.youtube.com/watch?v=l-oVPVsCqs4
The Rolling Stones - Winter:
Wahrscheinlich wünschen sich viele weibliche Fans, dass sie die Frau wären, über die Mick singt: Sometimes I wanna wrap my coat around you. Weiß gar nicht, was meine Mutter von dem Lied hielt. Sie war ein Fan.
https://www.youtube.com/watch?v=frt_f0eP_Hs
Hier ist Meine Weihnachtslieder "Liste" 2013
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