Liebe Leserinnen und Leser,
ich hatte bereits geschrieben, wie ich einmal eine Brille wieder gefunden habe.
Nachdem der 11. Doctor sich von Amy und Rory verabschieden musste und er Clara zweimal gesehen und zweimal verloren hat, sitz er traurig auf einer Schaukel, als ein kleines Mädchen sich auf die Schaukel neben ihm setzt. Natürlich merkt sie, dass er traurig ist. Sie erzählt ihm, was sie macht, wenn sie etwas verloren hat:
"When I lost something I go to a quiet place and I close my eyes and then I can remember where I put it." (Wenn ich etwas verloren habe, gehe ich zu einem stillen Ort und ich schließe meine Augen und dann kann ich mich erinnern, wo ich es hingelegt habe.)
Der Doctor bestätigt ihr, dass das ein guter Plan ist.
Ein Mädchen kann doch nicht ernsthaft einem Time Lord helfen, etwas verlorenes zu finden, mögt ihr vielleicht denken. Aber dieses Mädchen ist durchaus qualifiziert, denn "I am always losing things. I lost my best pencil, my school bag, my gran and my mojo." (Ich verliere immer Dinge. Ich habe meinen besten Stift verloren, meinen Schulrucksack, meine Oma und mein Mojo.)
Hier ist der ganze Clip, knapp 2 1/2 Minuten mit dem Doctor auf der Schaukel, englische Untertitel aktivierbar:
https://www.youtube.com/watch?v=lRsCh4dYURA
Und ihr? Was macht ihr, wenn ihr etwas (oder jemanden?) verloren habt?
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Posts mit dem Label Doctor Who werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Doctor Who werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 13. Dezember 2014
Freitag, 16. Mai 2014
Nur ein Job
Liebe Leserinnen und Leser,
ich schreibe das Folgende als Filmliebhaberin und trotzdem in dem Glauben, dass es stimmt. Nämlich dass für die Schauspieler, so sehr wir die Schauspieler mögen oder ihre Rolle oder den Film: für sie ist es nur ein Job. Ich habe von mehreren Schauspielern gelesen, dass sie auf der Straße von Fans angesprochen werden, indem die Fans irgendwelche für die Fans besonderen Stichworte gegeben haben von Rollen, die sie mal gespielt haben. Uns Fans ist dabei nicht bewusst, dass die Schauspieler nur ihre Texte lernen, filmen und dann zur nächsten Rolle, zum nächsten Text übergehen. Tatsächlich gibt es so einige Schauspieler, die aus Prinzip Filme, in denen sie mitspielen, gar nicht ansehen. Sie haben die Filme nicht x-mal gesehen wie wir. Irgendjemand sagte mal, dass manche Fans die Texte besser wüsste als der Schauspieler selbst.
Aus diversen Interviews mit Benedict Cumberbatch weiß ich, dass ihm die Rolle als Sherlock Holmes viel Spaß macht. Vor allem fordert ihn die Schlussfolgerungen zu lernen und so schnell zu sprechen, wie er sie spricht. Ein falsches Wort oder eine falsche Betonung, und die ganze Schlussfolgerung ist vermasselt. Und doch ist es nur ein Job. Benedict Cumberbatch ist nicht Sherlock Holmes. Benedict Cumberbatch ist Benedict Cumberbatch.
Vor Jahren las ich, dass Robbie Coltrane, der in den Harry Potter Filmen Hagrid spielt, in einem Interview sinngemäß gesagt hat, wenn das Geld stimmt, würde er alles spielen. Der Hagrid-Schauspieler würde für das richtige Geld alles spielen?! Und so jemand spielt einen von Harry Potters besten Freunden?! Was für ein bescheuerter Schauspieler für so eine Rolle! Und doch ist es nur ein Job. Robbie Coltrane ist nicht Hagrid. Robbie Coltrane ist Robbie Coltrane.
In dem Film "Im Vorhof der Hölle" (State of Grace) spielt Gary Oldman den jüngeren Bruder von Ed Harris. Wie wahrscheinlich viele Gary Oldman Fans auch habe ich die Szene verflucht, in der Ed Harris im Film Gary Oldman erschossen hat und dieser letztlich stirbt. Gary Oldmans Figur war irgendwie liebenswert und hat es nicht verdient auf diese Weise zu sterben. Ich brauchte ein paar Wochen mich zu beruhigen und nicht wütend auf Ed Harris zu sein. Ja, ich war wütend auf Ed Harris. Ich respektiere ihn als Schauspieler und fand es blöd, dass gerade er in einer Rolle einen anderen Schauspieler, den ich mag so umgebracht hat. Dabei hat er nur eine Rolle gespielt und vor allem nur nach einem Drehbuch. Ich kam nicht auf den Gedanken, auf den Drehbuchautor sauer zu sein. Nein. Statt dessen weigerte ich mich über Wochen Filme zu sehen, in denen Ed Harris mitspielte. Und doch ist es nur ein Job. Ed Harris ist nicht Frankie Flannery. Ed Harris ist Ed Harris.
Matt Smith. Der 11. Doctor. Mein Doctor. David Tennant war zwar derjenige, mit dem ich angefangen habe "Doctor Who" zu sehen und später, wenn auch völlig durcheinander Christopher Eccleston, bestimmt irgendwann noch die ganz frühen. Trotzdem ist Matt Smith irgendwie mein Doctor. Er ist nur ein Jahr älter als ich. Der erste Schauspieler, den ich mag, der in etwa meinem Alter entspricht. Für ihn als Schauspieler verstehe ich absolut, dass er gehen wollte. Gerade "Doctor Who" lebt von Veränderung. Den Doctor zu spielen erfordert viel Zeit nur für diese Serie und nicht all zu viel drumherum. Es wird mir eine Freude sein ihn in weiteren, neuen Filmen zu sehen. Doch letztes Weihnachten konnte ich nicht anders und immer wieder daran zu denken, dass der Doctor sich nun regenerieren würde. Mich tröstete ein bisschen, dass Matt Smith selbst die letzte Folge schon Monate vorher abgedreht hatte. Für ihn war es schon längst vorbei. Außerdem regeneriert der Doctor zu einem guten Schauspieler, den ich sehr mag! Und doch: so sehr ich Peter Capaldi mag, er ist wieder ein Schauspieler, der viel älter ist als ich. Er könnte mein Vater sein! Er ist absolut passend für die Rolle. Nach Matt Smith, der der jüngste Doctor überhaupt war, ist es die richtige Entscheidung, einen deutlich älteren Schauspieler zu nehmen. Zumal Peter Capaldi selbst ein großer Fan ist. Das alles tröstet nur mittelmäßig darüber hinweg, dass mein Doctor nicht mehr ist. Und doch ist es nur ein Job. Matt Smith ist nicht der Doctor. Matt Smith ist Matt Smith.
Christopher Eccleston hat nur eine Staffel den Doctor gespielt. Er wollte nicht typisiert werden und nur noch als der Doctor gesehen werden mit Rollenangeboten ähnlich dem Doctor. Ich kenne ihn zu wenig und kann schlecht einschätzen, wie groß die "Gefahr" tatsächlich war. Was ich von ihm als Doctor und in anderen Filmen gesehen habe, hat mir gefallen. Als David Tennant die Rolle des Doctor angeboten bekam, hat er lange überlegt, ob er das Angebot annehmen sollte. Er war und ist ein großer "Doctor Who" Fan, aber was, wenn er nicht gut ankommt bei den Fans? Oder was, wenn er nur noch als "der Doctor" gesehen würde? Und doch ist es nur ein Job. Christopher Eccleston und David Tennant sind auch nicht der Doctor. Christopher Eccleston ist Christopher Eccleston und David Tennant ist David Tennant.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
ich schreibe das Folgende als Filmliebhaberin und trotzdem in dem Glauben, dass es stimmt. Nämlich dass für die Schauspieler, so sehr wir die Schauspieler mögen oder ihre Rolle oder den Film: für sie ist es nur ein Job. Ich habe von mehreren Schauspielern gelesen, dass sie auf der Straße von Fans angesprochen werden, indem die Fans irgendwelche für die Fans besonderen Stichworte gegeben haben von Rollen, die sie mal gespielt haben. Uns Fans ist dabei nicht bewusst, dass die Schauspieler nur ihre Texte lernen, filmen und dann zur nächsten Rolle, zum nächsten Text übergehen. Tatsächlich gibt es so einige Schauspieler, die aus Prinzip Filme, in denen sie mitspielen, gar nicht ansehen. Sie haben die Filme nicht x-mal gesehen wie wir. Irgendjemand sagte mal, dass manche Fans die Texte besser wüsste als der Schauspieler selbst.
Aus diversen Interviews mit Benedict Cumberbatch weiß ich, dass ihm die Rolle als Sherlock Holmes viel Spaß macht. Vor allem fordert ihn die Schlussfolgerungen zu lernen und so schnell zu sprechen, wie er sie spricht. Ein falsches Wort oder eine falsche Betonung, und die ganze Schlussfolgerung ist vermasselt. Und doch ist es nur ein Job. Benedict Cumberbatch ist nicht Sherlock Holmes. Benedict Cumberbatch ist Benedict Cumberbatch.
Vor Jahren las ich, dass Robbie Coltrane, der in den Harry Potter Filmen Hagrid spielt, in einem Interview sinngemäß gesagt hat, wenn das Geld stimmt, würde er alles spielen. Der Hagrid-Schauspieler würde für das richtige Geld alles spielen?! Und so jemand spielt einen von Harry Potters besten Freunden?! Was für ein bescheuerter Schauspieler für so eine Rolle! Und doch ist es nur ein Job. Robbie Coltrane ist nicht Hagrid. Robbie Coltrane ist Robbie Coltrane.
In dem Film "Im Vorhof der Hölle" (State of Grace) spielt Gary Oldman den jüngeren Bruder von Ed Harris. Wie wahrscheinlich viele Gary Oldman Fans auch habe ich die Szene verflucht, in der Ed Harris im Film Gary Oldman erschossen hat und dieser letztlich stirbt. Gary Oldmans Figur war irgendwie liebenswert und hat es nicht verdient auf diese Weise zu sterben. Ich brauchte ein paar Wochen mich zu beruhigen und nicht wütend auf Ed Harris zu sein. Ja, ich war wütend auf Ed Harris. Ich respektiere ihn als Schauspieler und fand es blöd, dass gerade er in einer Rolle einen anderen Schauspieler, den ich mag so umgebracht hat. Dabei hat er nur eine Rolle gespielt und vor allem nur nach einem Drehbuch. Ich kam nicht auf den Gedanken, auf den Drehbuchautor sauer zu sein. Nein. Statt dessen weigerte ich mich über Wochen Filme zu sehen, in denen Ed Harris mitspielte. Und doch ist es nur ein Job. Ed Harris ist nicht Frankie Flannery. Ed Harris ist Ed Harris.
Matt Smith. Der 11. Doctor. Mein Doctor. David Tennant war zwar derjenige, mit dem ich angefangen habe "Doctor Who" zu sehen und später, wenn auch völlig durcheinander Christopher Eccleston, bestimmt irgendwann noch die ganz frühen. Trotzdem ist Matt Smith irgendwie mein Doctor. Er ist nur ein Jahr älter als ich. Der erste Schauspieler, den ich mag, der in etwa meinem Alter entspricht. Für ihn als Schauspieler verstehe ich absolut, dass er gehen wollte. Gerade "Doctor Who" lebt von Veränderung. Den Doctor zu spielen erfordert viel Zeit nur für diese Serie und nicht all zu viel drumherum. Es wird mir eine Freude sein ihn in weiteren, neuen Filmen zu sehen. Doch letztes Weihnachten konnte ich nicht anders und immer wieder daran zu denken, dass der Doctor sich nun regenerieren würde. Mich tröstete ein bisschen, dass Matt Smith selbst die letzte Folge schon Monate vorher abgedreht hatte. Für ihn war es schon längst vorbei. Außerdem regeneriert der Doctor zu einem guten Schauspieler, den ich sehr mag! Und doch: so sehr ich Peter Capaldi mag, er ist wieder ein Schauspieler, der viel älter ist als ich. Er könnte mein Vater sein! Er ist absolut passend für die Rolle. Nach Matt Smith, der der jüngste Doctor überhaupt war, ist es die richtige Entscheidung, einen deutlich älteren Schauspieler zu nehmen. Zumal Peter Capaldi selbst ein großer Fan ist. Das alles tröstet nur mittelmäßig darüber hinweg, dass mein Doctor nicht mehr ist. Und doch ist es nur ein Job. Matt Smith ist nicht der Doctor. Matt Smith ist Matt Smith.
Christopher Eccleston hat nur eine Staffel den Doctor gespielt. Er wollte nicht typisiert werden und nur noch als der Doctor gesehen werden mit Rollenangeboten ähnlich dem Doctor. Ich kenne ihn zu wenig und kann schlecht einschätzen, wie groß die "Gefahr" tatsächlich war. Was ich von ihm als Doctor und in anderen Filmen gesehen habe, hat mir gefallen. Als David Tennant die Rolle des Doctor angeboten bekam, hat er lange überlegt, ob er das Angebot annehmen sollte. Er war und ist ein großer "Doctor Who" Fan, aber was, wenn er nicht gut ankommt bei den Fans? Oder was, wenn er nur noch als "der Doctor" gesehen würde? Und doch ist es nur ein Job. Christopher Eccleston und David Tennant sind auch nicht der Doctor. Christopher Eccleston ist Christopher Eccleston und David Tennant ist David Tennant.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Labels:
Doctor Who,
Film,
Harry Potter,
Schauspieler,
Sherlock
Samstag, 26. Oktober 2013
Freiheit heute
Liebe Leserinnen und Leser,
in der heutigen Zeit, wo wenigstens die halbe Welt scheinbar auf facebook ist, sehe ich meine Freiheit darin, gerade nicht auf facebook zu sein. Obwohl ich ein Handy habe und sogar eines mit Festnetznummer, ist das die einzige Möglichkeit, mich ständig zu erreichen, wenn man wollte. Die einzigen vier Ausnahmen wären: 1) wenn ich dusche, 2) kurz einkaufen bin oder 3) das Handy nicht höre, wahrscheinlich weil ich unterwegs bin und dabei zu laut Musik höre auf meinem ipod bzw. 4) nicht rechtzeitig dran komme.
Es ist etwas seltsam, dass ich mit meinem Handy am ehesten direkt und sofort erreichbar wäre als auf anderen Wegen. Denn ich telefoniere grundsätzlich nicht gerne und schreibe lieber oder rede direkt mit dem Menschen.
Die aller meisten Leute, mit denen ich über Chat-Programme kommunierziert habe oder immer noch schreibe, haben den Anstand, wenn sie sich unsichtbar gemacht haben, mir trotzdem zu schreiben, wenn sie gehen. Viele, die ich kenne, die diesen Status nutzen, haben ihre guten Gründe dafür. Schade finde ich nur, dass sie mich immer anschreiben und ich keine Möglichkeit habe, ein Gespräch mit ihnen anzufangen. Ich sehe ja nicht, ob sie online sind oder nicht. Das ist auch, was mich am meisten nervt daran. Ich weiß nicht, ob die Leute da sind oder nicht. Soviel ich weiß, könnten sie genau so gut von ihrem Computer weggegangen sein oder ihn sogar ganz real aus haben, so wie ihr Status durch unsichtbar schon auf "aus" steht. Zum Glück ist mir das nur selten passiert.
Der unsichtbar Status wird für mich nur noch getoppt von denen, die durch (juhu!) Smartphones jetzt ständig online sein können. Dadurch sind einige Leute (fast) dauerhaft online in Chat-Programmen, aber mit Abwesenheits-Status. Ihren Status als wahr angenommen, schreibe ich diese Leute in den aller meisten Fällen nicht an. Entweder sind sie wirklich gar nicht an ihrem Handy/Computer erreichbar oder wollen vielleicht nicht gestört werden. Also schreibe ich sie nicht an. Das ist in Ordnung für mich. Wirklich. Es wirft nur auch die Frage auf, warum sie überhaupt online sind.
Die Antwort ist wahrscheinlich facebook. Die halbe Welt (wenigstens) ist auf facebook, also muss ich es auch sein. Immer mehr Leute haben ein Smartphone und damit ein Handy, das internetfähig ist. Also ist es die Gelegenheit, ständig online zu sein, insbesondere auf facebook, wo sowieso die meisten fast ständig online sind. Oder etwa nicht? Welche Panik erst, wenn der Akku vom Smartphone unvorhergesehen seinen Geist aufgibt und man möglicherweise gerade unterwegs ist und nicht aufladen kann. Ich kann nicht mehr lesen, was mir andere auf facebook geschrieben haben! Buhu! Auf der wikipedia Seite über facebook ist unter dem Abschnitt Ausstieg das Ergebnis einer Studie der Universität Wien von 2013 nachzulesen, wonach 48% sich abmelden, weil sie sich Sorgen um ihre Privatsphäre machen. Es ist auch der Hauptgrund, warum ich mich gar nicht erst anmelden will. Zumal unter dem nächsten Abschnitt Kritik, zu lesen ist, dass Arbeitgeber das facebook Konto von Angstellten beobachtet und diese daraufhin gekündigt haben wegen Nachrichten, die sie dort geschrieben haben. Danke, aber nein danke. Das brauche ich nicht. 6% der Studie über den Ausstieg bei facebook gaben an, dass facebook süchtig macht. Danke, mir reicht das Internet schon als Suchtfaktor genug. Wer mich erreichen möchte, kann mich anrufen, mir eine E-Mail schreiben oder mit Chat-Programmen chatten. Ich muss mich nicht noch auf einer Seite anmelden, um mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Die wirkliche Welt ist immer noch da draußen, außerhalb von Bildschirmen, wo man den ganzen Menschen sehen kann und gemeinsam etwas unternehmen kann in der realen Welt.
In der ersten Folge mit dem 11. Doctor von "Doctor Who" ("The Eleventh Hour"/"Fünf vor zwölf") verdunkeln Aliens für die Menschen auf der Erde die Sonne und bereiten sich vor, die Erde zu verbrennen. Der Doctor steht draußen und schaut sich die Menschen an, die nichts besseres zu tun haben, als das Schauspiel der Sonne mit ihrem kamerafähigen Handy zu filmen oder fotografieren. Der Kommentar des Doctors dazu macht mich persönlich höchst traurig: "Da kommen sie auch schon. Die Menschheit erlebt ihr eigenes Ende wie erwartet: durch die Linse eines Fotohandys."
Nennt mich egoistisch, arrogant, altmodisch oder was auch immer an negativen Beschreibungen einfällt. Aber ich selbst möchte nicht Teil einer Gesellschaft sein, in der ich immer und ständig online erreichbar sein muss und obwohl ich online diesen Blog hier schreibe, muss ich nicht jedes kleine bisschen meines Lebens online festhalten. Die Folge "Die Glocken von Saint John" (Staffel 7, Folge 7) fasst der Doctor in einem Moment der Ruhe die Situation bisher, wie er sie versteht wie folgt zusammen: "Diese ganze Welt schwimmt im WLAN. Wir leben in einer WLAN-Suppe. Angenommen, etwas drang darin ein. Und angenommen, es wäre etwas Lebendiges im WLAN, das menschliche Intellekte erntet, sie extrahiert. Stell dir das vor. Menschlichen Seelen, gefangen wie die Fliegen, im World Wide Web, stecken auf ewig fest, schreien um Hilfe." Claras Kommentar darauf: "Ist das nicht im Prinzip Twitter?"
Verschwindet alle im Internet. Registriert euch alle bei facebook und twitter. Ich werde dann zwar nichts mehr von euch mitbekommen, weil ich bei beiden nicht angemeldet bin. Aber was soll's. Wenn Kommunikation heute reduziert ist auf facebook und twitter, dann sage ich hiermit lebet wohl. Vielleicht sehen wir uns wieder, wenn die Welt aufhört zu existieren oder schon, wenn der dritte Weltkrieg ausgebrochen ist. Ich habe die Vermutung, dass beides nicht (nur) online geschehen wird.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
in der heutigen Zeit, wo wenigstens die halbe Welt scheinbar auf facebook ist, sehe ich meine Freiheit darin, gerade nicht auf facebook zu sein. Obwohl ich ein Handy habe und sogar eines mit Festnetznummer, ist das die einzige Möglichkeit, mich ständig zu erreichen, wenn man wollte. Die einzigen vier Ausnahmen wären: 1) wenn ich dusche, 2) kurz einkaufen bin oder 3) das Handy nicht höre, wahrscheinlich weil ich unterwegs bin und dabei zu laut Musik höre auf meinem ipod bzw. 4) nicht rechtzeitig dran komme.
Es ist etwas seltsam, dass ich mit meinem Handy am ehesten direkt und sofort erreichbar wäre als auf anderen Wegen. Denn ich telefoniere grundsätzlich nicht gerne und schreibe lieber oder rede direkt mit dem Menschen.
Die aller meisten Leute, mit denen ich über Chat-Programme kommunierziert habe oder immer noch schreibe, haben den Anstand, wenn sie sich unsichtbar gemacht haben, mir trotzdem zu schreiben, wenn sie gehen. Viele, die ich kenne, die diesen Status nutzen, haben ihre guten Gründe dafür. Schade finde ich nur, dass sie mich immer anschreiben und ich keine Möglichkeit habe, ein Gespräch mit ihnen anzufangen. Ich sehe ja nicht, ob sie online sind oder nicht. Das ist auch, was mich am meisten nervt daran. Ich weiß nicht, ob die Leute da sind oder nicht. Soviel ich weiß, könnten sie genau so gut von ihrem Computer weggegangen sein oder ihn sogar ganz real aus haben, so wie ihr Status durch unsichtbar schon auf "aus" steht. Zum Glück ist mir das nur selten passiert.
Der unsichtbar Status wird für mich nur noch getoppt von denen, die durch (juhu!) Smartphones jetzt ständig online sein können. Dadurch sind einige Leute (fast) dauerhaft online in Chat-Programmen, aber mit Abwesenheits-Status. Ihren Status als wahr angenommen, schreibe ich diese Leute in den aller meisten Fällen nicht an. Entweder sind sie wirklich gar nicht an ihrem Handy/Computer erreichbar oder wollen vielleicht nicht gestört werden. Also schreibe ich sie nicht an. Das ist in Ordnung für mich. Wirklich. Es wirft nur auch die Frage auf, warum sie überhaupt online sind.
Die Antwort ist wahrscheinlich facebook. Die halbe Welt (wenigstens) ist auf facebook, also muss ich es auch sein. Immer mehr Leute haben ein Smartphone und damit ein Handy, das internetfähig ist. Also ist es die Gelegenheit, ständig online zu sein, insbesondere auf facebook, wo sowieso die meisten fast ständig online sind. Oder etwa nicht? Welche Panik erst, wenn der Akku vom Smartphone unvorhergesehen seinen Geist aufgibt und man möglicherweise gerade unterwegs ist und nicht aufladen kann. Ich kann nicht mehr lesen, was mir andere auf facebook geschrieben haben! Buhu! Auf der wikipedia Seite über facebook ist unter dem Abschnitt Ausstieg das Ergebnis einer Studie der Universität Wien von 2013 nachzulesen, wonach 48% sich abmelden, weil sie sich Sorgen um ihre Privatsphäre machen. Es ist auch der Hauptgrund, warum ich mich gar nicht erst anmelden will. Zumal unter dem nächsten Abschnitt Kritik, zu lesen ist, dass Arbeitgeber das facebook Konto von Angstellten beobachtet und diese daraufhin gekündigt haben wegen Nachrichten, die sie dort geschrieben haben. Danke, aber nein danke. Das brauche ich nicht. 6% der Studie über den Ausstieg bei facebook gaben an, dass facebook süchtig macht. Danke, mir reicht das Internet schon als Suchtfaktor genug. Wer mich erreichen möchte, kann mich anrufen, mir eine E-Mail schreiben oder mit Chat-Programmen chatten. Ich muss mich nicht noch auf einer Seite anmelden, um mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Die wirkliche Welt ist immer noch da draußen, außerhalb von Bildschirmen, wo man den ganzen Menschen sehen kann und gemeinsam etwas unternehmen kann in der realen Welt.
In der ersten Folge mit dem 11. Doctor von "Doctor Who" ("The Eleventh Hour"/"Fünf vor zwölf") verdunkeln Aliens für die Menschen auf der Erde die Sonne und bereiten sich vor, die Erde zu verbrennen. Der Doctor steht draußen und schaut sich die Menschen an, die nichts besseres zu tun haben, als das Schauspiel der Sonne mit ihrem kamerafähigen Handy zu filmen oder fotografieren. Der Kommentar des Doctors dazu macht mich persönlich höchst traurig: "Da kommen sie auch schon. Die Menschheit erlebt ihr eigenes Ende wie erwartet: durch die Linse eines Fotohandys."
Nennt mich egoistisch, arrogant, altmodisch oder was auch immer an negativen Beschreibungen einfällt. Aber ich selbst möchte nicht Teil einer Gesellschaft sein, in der ich immer und ständig online erreichbar sein muss und obwohl ich online diesen Blog hier schreibe, muss ich nicht jedes kleine bisschen meines Lebens online festhalten. Die Folge "Die Glocken von Saint John" (Staffel 7, Folge 7) fasst der Doctor in einem Moment der Ruhe die Situation bisher, wie er sie versteht wie folgt zusammen: "Diese ganze Welt schwimmt im WLAN. Wir leben in einer WLAN-Suppe. Angenommen, etwas drang darin ein. Und angenommen, es wäre etwas Lebendiges im WLAN, das menschliche Intellekte erntet, sie extrahiert. Stell dir das vor. Menschlichen Seelen, gefangen wie die Fliegen, im World Wide Web, stecken auf ewig fest, schreien um Hilfe." Claras Kommentar darauf: "Ist das nicht im Prinzip Twitter?"
Verschwindet alle im Internet. Registriert euch alle bei facebook und twitter. Ich werde dann zwar nichts mehr von euch mitbekommen, weil ich bei beiden nicht angemeldet bin. Aber was soll's. Wenn Kommunikation heute reduziert ist auf facebook und twitter, dann sage ich hiermit lebet wohl. Vielleicht sehen wir uns wieder, wenn die Welt aufhört zu existieren oder schon, wenn der dritte Weltkrieg ausgebrochen ist. Ich habe die Vermutung, dass beides nicht (nur) online geschehen wird.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Sei besser viele
Liebe Leserinnen und Leser,
vor dem Film "Das Schweigen der Lämmer" war das gleichnamige Buch von Thomas Harris und vor dem Buch war das Buch "Roter Drache". (Letzteres übrigens zweimal verfilmt, eimmal 1986 unter dem Titel "Manhunter - Roter Drache" mit William Petersen in der Hauptrolle des Ermittlers und Brian Cox als Dr. Hannibal Lecter. Die Verfilmung aus dem Jahr 2002 hat Edward Norton als Ermittler und Anthony Hopkins in seiner Paraderolle als Dr. Hannibal Lecter.) In "Roter Drache" geht es um den ehemaligen FBI Agenten Will Graham. Dieser wurde berühmt, indem er half, Lecter als Täter zu identifizieren und festzunehmen.
Der ehemalige Vorgesetzte besucht Graham und bittet ihn um Hilfe bei brutalen Morden an zwei Familie. Diesem fällt auf, dass im Verlauf des intensiven Gespräches, Graham immer mehr die Syntax und den Rhythmus seines Gesprächspartners übernimmt. Graham tut dies nicht bewusst, um eine Beziehung zu seinen Gesprächspartnern aufzubauen, sondern unbewusst.
Auch mir ist das passiert und aufgefallen. Einmal war ich für eine gute Woche bei meiner Tante in Hamburg und nach zwei, drei Tagen, fiel mir auf, dass ich plötzlich ganz anders sprach als sonst. Wieder zuhause sprach ich wieder wie sonst auch.
Angehende Personen im sozialen Bereich, so wie Therapeuten, werden darauf hingewiesen, auf die Stimme, Rhythmus, Tempo und Wortwahl ihrer Klienten zu achten und das eigene Sprechen daran anzupassen. Das schafft auf einer unbewussten Ebene Sympathie und Verbundenheit zwischen den Gesprächspartnern.
Es gibt den Spruch, dass der Hund oft dem Besitzer gleicht. Das ist kein Wunder, zumal wenn sie bereits lange miteinander wohnen und leben. Ein Angleichen geschieht also nicht nur auf der sprachlichen Ebene, sondern auch im Aussehen oder in Gesten und Körperhaltung. Manchmal bewusst, meistens eher unbewusst.
Auf diese Weise können auch Trends gesetzt werden. Wir mögen eine Person und uns gefällt, was sie trägt oder wie sie etwas trägt, also übernehmen wir es. Über viele Jahre trug ich meine Armbanduhr mit dem Zifferblatt an der Innenseite meines Handgelenkes. Ich hatte gesehen, dass Bruce Willis seine Uhr in vielen Filmen so trägt und auch Matt Smith in seiner Darstellung als der 11. Doctor in "Doctor Who" schaut in wenigstens zwei Episoden auf seine Armbanduhr, deren Zifferblatt am inneren Handgelenk ist. Seit einigen Wochen, ebenfalls wie der 11. Doctor, trage ich eine Taschenuhr. Meine Armbanduhr trage ich zurzeit gar nicht mehr. Nein, es ist nicht die Eulen-Taschenuhr, die ich mir im April geholt hatte. Es ist eine richtige Taschenuhr mit Klipper zum Befestigen am Taschenrand und mit Kette. Ich dachte vor allem an Derren Brown und Hypnotiseure allgemein, von denen man doch fast erwartet, dass sie einem mit der Taschenuhr vor dem Gesicht wedeln, um einen in Trance zu versetzen. Meine Taschenuhr hat also nichts mit dem Doctor zu tun!!!
Solche Dinge können wie kleine Glücksbringer oder Mutmacher wirken. Jedenfalls ist es bei mir so. Einen Schal zu tragen wie Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes beispielsweise. Möglicherweise ein Schal in lila, die Lieblingsfarbe von Milton Erickson...
David Calof war ein Schüler von Milton Erickson. In seinem Audio-Set "Hypnotic Techniques" steigt er ein mit der Bemerkung: "Ich bin einer der Leute, die glauben, dass Ericksonismus 1980 starb, als Erickson starb und dass wir tatsächlich in einer Post-Erickson Ära sind. " Er würde also nicht hier stehen und sagen, er wäre Ericksonisch. Obwohl er das Privileg hatte, bei ihm zu studieren. Er wäre nicht Ericksonisch. Er nehme an, er wäre Calofisch. Das ist zunächst zwar eine ganz witzige Bemerkung und vielleicht auch ein bisschen arrogant. Man mag darüber streiten, ob Ericksonismus wirklich nur von Erickson selbst betrieben werden konnte und damit in der Tat mit Erickson starb. Die "reinste" Form sicherlich. Erickson war als Mensch und Therapeut unglaublich komplex und vielschichtig. Keine Person alleine wird ihn völlig erfassen und selbst verinnerlichen können. Und keiner sollte es, meiner Meinung nach. Erickson war ein Genie in dem, was er tat und wie er es tat. Nur um des Genies Willen sein zu wollen wie er und ihm in seinem Handeln gleich zu werden, wäre nur eine Kopie. Erickson war sehr kreativ und hat in seiner Zeit die Psychotherapie und Hypnotherapie revolutioniert. Es lohnt sich, sich mit seiner Herangehensweise und Arbeitsweise auseinanderzusetzen. Am Ende sollte jedoch jeder seine eigene Therapieweise für sich finden. Es wäre schade, nur eine billige Kopie eines anderen zu werden. Vor allem gibt es nicht nur Erickson, der mit seinen Ansätzen gutes geleistet hat. Auch Calof sagt, er hätte auch die Grenzen von Ericksons Arbeitsweise kennen gelernt. (Leider, wie ich finde, geht er nicht weiter auf diese Grenzen ein. Mich würde interessieren, wo er die Grenzen wahrnimmt.)
Außerdem: so sehr man als Therapeut möglicherweise eine Therapieart oder eine Methode innerhalb einer Therapieart bevorzugt: nicht jeder Mensch spricht gleich gut auf diese eine Methode an. Das wäre auch für Therapeuten langweilig, denn dann bräuchten alle nur die eine Therapieform lernen und ausüben und alle würden nur auf diese eine Weise geheilt und ihnen geholfen werden. Das wäre doch langweilig, oder? Wie Betty Alice Erickson, eine von Milton Ericksons Töchter in einem Interview mit Paul Anwandter sagt: "Man kann keine eine Regel der Psychotherapie haben, die für alle gilt." (You can't have a rule of psychotherapy that applies to everyone.)
Wie Ralph Waldo Emerson bereits sagte: "Versuche niemals jemanden so zu machen, wie du selbst bist. Du solltest wissen, dass einer von deiner Sorte genug ist." Genau so sollten wir die anderen als Individuen respektieren und nicht so werden wollen wie eine einzelne Person. Im ungünstigsten Fall wären wir nicht nur sprichwörtlich eine "billige Kopie" und im besten Fall würden die Leute immer noch von uns reden als jemand wie xy.
Als Kind hatte ich eine Decke aus verschiedenen viereckigen Mustern zusammen genäht. Eine schöne, bunte Patchwork-Decke. Das würde ich mir für uns alle wünschen, dass wir in unserem Handeln, Denken und Aussehen eine bunte Patchwork Person werden. Uns einzelne Aspekte von vielen, verschiedenen anderen nehmen und sinnvoll nutzen. Alles andere wären langweilige billige Kopien. Das braucht niemand.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
vor dem Film "Das Schweigen der Lämmer" war das gleichnamige Buch von Thomas Harris und vor dem Buch war das Buch "Roter Drache". (Letzteres übrigens zweimal verfilmt, eimmal 1986 unter dem Titel "Manhunter - Roter Drache" mit William Petersen in der Hauptrolle des Ermittlers und Brian Cox als Dr. Hannibal Lecter. Die Verfilmung aus dem Jahr 2002 hat Edward Norton als Ermittler und Anthony Hopkins in seiner Paraderolle als Dr. Hannibal Lecter.) In "Roter Drache" geht es um den ehemaligen FBI Agenten Will Graham. Dieser wurde berühmt, indem er half, Lecter als Täter zu identifizieren und festzunehmen.
Der ehemalige Vorgesetzte besucht Graham und bittet ihn um Hilfe bei brutalen Morden an zwei Familie. Diesem fällt auf, dass im Verlauf des intensiven Gespräches, Graham immer mehr die Syntax und den Rhythmus seines Gesprächspartners übernimmt. Graham tut dies nicht bewusst, um eine Beziehung zu seinen Gesprächspartnern aufzubauen, sondern unbewusst.
Auch mir ist das passiert und aufgefallen. Einmal war ich für eine gute Woche bei meiner Tante in Hamburg und nach zwei, drei Tagen, fiel mir auf, dass ich plötzlich ganz anders sprach als sonst. Wieder zuhause sprach ich wieder wie sonst auch.
Angehende Personen im sozialen Bereich, so wie Therapeuten, werden darauf hingewiesen, auf die Stimme, Rhythmus, Tempo und Wortwahl ihrer Klienten zu achten und das eigene Sprechen daran anzupassen. Das schafft auf einer unbewussten Ebene Sympathie und Verbundenheit zwischen den Gesprächspartnern.
Es gibt den Spruch, dass der Hund oft dem Besitzer gleicht. Das ist kein Wunder, zumal wenn sie bereits lange miteinander wohnen und leben. Ein Angleichen geschieht also nicht nur auf der sprachlichen Ebene, sondern auch im Aussehen oder in Gesten und Körperhaltung. Manchmal bewusst, meistens eher unbewusst.
Auf diese Weise können auch Trends gesetzt werden. Wir mögen eine Person und uns gefällt, was sie trägt oder wie sie etwas trägt, also übernehmen wir es. Über viele Jahre trug ich meine Armbanduhr mit dem Zifferblatt an der Innenseite meines Handgelenkes. Ich hatte gesehen, dass Bruce Willis seine Uhr in vielen Filmen so trägt und auch Matt Smith in seiner Darstellung als der 11. Doctor in "Doctor Who" schaut in wenigstens zwei Episoden auf seine Armbanduhr, deren Zifferblatt am inneren Handgelenk ist. Seit einigen Wochen, ebenfalls wie der 11. Doctor, trage ich eine Taschenuhr. Meine Armbanduhr trage ich zurzeit gar nicht mehr. Nein, es ist nicht die Eulen-Taschenuhr, die ich mir im April geholt hatte. Es ist eine richtige Taschenuhr mit Klipper zum Befestigen am Taschenrand und mit Kette. Ich dachte vor allem an Derren Brown und Hypnotiseure allgemein, von denen man doch fast erwartet, dass sie einem mit der Taschenuhr vor dem Gesicht wedeln, um einen in Trance zu versetzen. Meine Taschenuhr hat also nichts mit dem Doctor zu tun!!!
Solche Dinge können wie kleine Glücksbringer oder Mutmacher wirken. Jedenfalls ist es bei mir so. Einen Schal zu tragen wie Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes beispielsweise. Möglicherweise ein Schal in lila, die Lieblingsfarbe von Milton Erickson...
David Calof war ein Schüler von Milton Erickson. In seinem Audio-Set "Hypnotic Techniques" steigt er ein mit der Bemerkung: "Ich bin einer der Leute, die glauben, dass Ericksonismus 1980 starb, als Erickson starb und dass wir tatsächlich in einer Post-Erickson Ära sind. " Er würde also nicht hier stehen und sagen, er wäre Ericksonisch. Obwohl er das Privileg hatte, bei ihm zu studieren. Er wäre nicht Ericksonisch. Er nehme an, er wäre Calofisch. Das ist zunächst zwar eine ganz witzige Bemerkung und vielleicht auch ein bisschen arrogant. Man mag darüber streiten, ob Ericksonismus wirklich nur von Erickson selbst betrieben werden konnte und damit in der Tat mit Erickson starb. Die "reinste" Form sicherlich. Erickson war als Mensch und Therapeut unglaublich komplex und vielschichtig. Keine Person alleine wird ihn völlig erfassen und selbst verinnerlichen können. Und keiner sollte es, meiner Meinung nach. Erickson war ein Genie in dem, was er tat und wie er es tat. Nur um des Genies Willen sein zu wollen wie er und ihm in seinem Handeln gleich zu werden, wäre nur eine Kopie. Erickson war sehr kreativ und hat in seiner Zeit die Psychotherapie und Hypnotherapie revolutioniert. Es lohnt sich, sich mit seiner Herangehensweise und Arbeitsweise auseinanderzusetzen. Am Ende sollte jedoch jeder seine eigene Therapieweise für sich finden. Es wäre schade, nur eine billige Kopie eines anderen zu werden. Vor allem gibt es nicht nur Erickson, der mit seinen Ansätzen gutes geleistet hat. Auch Calof sagt, er hätte auch die Grenzen von Ericksons Arbeitsweise kennen gelernt. (Leider, wie ich finde, geht er nicht weiter auf diese Grenzen ein. Mich würde interessieren, wo er die Grenzen wahrnimmt.)
Außerdem: so sehr man als Therapeut möglicherweise eine Therapieart oder eine Methode innerhalb einer Therapieart bevorzugt: nicht jeder Mensch spricht gleich gut auf diese eine Methode an. Das wäre auch für Therapeuten langweilig, denn dann bräuchten alle nur die eine Therapieform lernen und ausüben und alle würden nur auf diese eine Weise geheilt und ihnen geholfen werden. Das wäre doch langweilig, oder? Wie Betty Alice Erickson, eine von Milton Ericksons Töchter in einem Interview mit Paul Anwandter sagt: "Man kann keine eine Regel der Psychotherapie haben, die für alle gilt." (You can't have a rule of psychotherapy that applies to everyone.)
Wie Ralph Waldo Emerson bereits sagte: "Versuche niemals jemanden so zu machen, wie du selbst bist. Du solltest wissen, dass einer von deiner Sorte genug ist." Genau so sollten wir die anderen als Individuen respektieren und nicht so werden wollen wie eine einzelne Person. Im ungünstigsten Fall wären wir nicht nur sprichwörtlich eine "billige Kopie" und im besten Fall würden die Leute immer noch von uns reden als jemand wie xy.
Als Kind hatte ich eine Decke aus verschiedenen viereckigen Mustern zusammen genäht. Eine schöne, bunte Patchwork-Decke. Das würde ich mir für uns alle wünschen, dass wir in unserem Handeln, Denken und Aussehen eine bunte Patchwork Person werden. Uns einzelne Aspekte von vielen, verschiedenen anderen nehmen und sinnvoll nutzen. Alles andere wären langweilige billige Kopien. Das braucht niemand.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Sonntag, 4. August 2013
Hey, soll ich dir eine Geschichte erzählen?
Liebe Leserinnen und Leser,
in der Folge "Die Ringe von Akhaten" (Staffel 7, Folge 7) von Doctor Who, möchte der Doctor mehr über Clara erfahren, die er in vorigen Folgen bereits kennen gelernt hat und die offenbar etwas seltsam ist. In dieser Folge nun sind sie auf einem Planeten, wo ein Mädchen, Merry Galel, geopfert werden soll für einen zornigen Gott. Der Doctor gibt so schnell keinen Menschen auf, also auch nicht Merry Galel. Sie wurde schon als sie ganz klein war auf diese Opferung vorbereitet und kann alle Geschichten und Lieder ihres Volkes. Doch als sie geopftert werden soll, kommt der Doctor und sagt ihr etwas, was wir alle mal öfters hören sollten, gerade wenn wir verzweifelt sind:
Hey, soll ich dir eine Geschichte erzählen? Eine, die du vielleicht noch nicht gehört hast? Alle Elemente in deinem Körper, wurden vor vielen, vielen Millionen Jahren geschmiedet, im Herzen eines weit entfernten
Sterns, der explodierte und starb. Die Explosion zerstreute diese Elemente in den Tiefen des Weltraums. Nach so, so vielen Millionen Jahren, kamen diese Elemente zusammen, um neue Sterne und neue Planeten zu bilden. Und so ging es weiter, und immer weiter. Die Elemente kamen zusammen und fielen auseinander. Sie bildeten Schuhe und Schiffe, Siegellack, Kohlköpfe und Könige. Bis sie eines Tages zusammenkamen ... um dich zu erschaffen. Du bist einzigartig im Universum. Es gibt nur eine Merry Galel. Und es wird nie eine andere geben. Diese Existenz aufzugeben, ist kein Opfer. Es ist eine Verschwendung!
Bis zum nächsten Blog,
sarah
in der Folge "Die Ringe von Akhaten" (Staffel 7, Folge 7) von Doctor Who, möchte der Doctor mehr über Clara erfahren, die er in vorigen Folgen bereits kennen gelernt hat und die offenbar etwas seltsam ist. In dieser Folge nun sind sie auf einem Planeten, wo ein Mädchen, Merry Galel, geopfert werden soll für einen zornigen Gott. Der Doctor gibt so schnell keinen Menschen auf, also auch nicht Merry Galel. Sie wurde schon als sie ganz klein war auf diese Opferung vorbereitet und kann alle Geschichten und Lieder ihres Volkes. Doch als sie geopftert werden soll, kommt der Doctor und sagt ihr etwas, was wir alle mal öfters hören sollten, gerade wenn wir verzweifelt sind:
Hey, soll ich dir eine Geschichte erzählen? Eine, die du vielleicht noch nicht gehört hast? Alle Elemente in deinem Körper, wurden vor vielen, vielen Millionen Jahren geschmiedet, im Herzen eines weit entfernten
Sterns, der explodierte und starb. Die Explosion zerstreute diese Elemente in den Tiefen des Weltraums. Nach so, so vielen Millionen Jahren, kamen diese Elemente zusammen, um neue Sterne und neue Planeten zu bilden. Und so ging es weiter, und immer weiter. Die Elemente kamen zusammen und fielen auseinander. Sie bildeten Schuhe und Schiffe, Siegellack, Kohlköpfe und Könige. Bis sie eines Tages zusammenkamen ... um dich zu erschaffen. Du bist einzigartig im Universum. Es gibt nur eine Merry Galel. Und es wird nie eine andere geben. Diese Existenz aufzugeben, ist kein Opfer. Es ist eine Verschwendung!
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Donnerstag, 1. August 2013
Schlank zw-ei: mit Köpfchen
Liebe Leserinnen und Leser,
ihr wollt also schlank werden und habt euch vom Fitness Studio abgemeldet, weil ihr es sowieso nicht braucht. Hier kommt noch ein bisschen Gedankennahrung dazu.
Ich habe einmal gelesen, dass man mit Hypnose am meisten Erfolge hat und es eine der besten Möglichkeiten ist. Keine Ahnung, wie viel von dem, was ich gemacht habe, um schlanker zu in dem Sinne "Hypnose" war oder nicht. Unabhängig davon sehe ich bei Hypnose und erfolgreichen Schlanksein Parallelen. Viele glauben, dass man in Hypnose völlig willenlos wird. Das stimmt nicht. Es gibt neben dem Bewusstsein und Unbewussten eine dritte wichtige Instanz, die oft der "kritische Faktor" genannt wird. Er ist die Verbindung zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewussten. Das Unbewusste enthält Glaubenssätze und Überzeugungen. Der kritische Faktor prüft neue Informationen mit bereits existierenden Glaubenssätzen und Überzeugungen. Bei Übereinstimmung werden die neuen Informationen weitergeleitet ins Unbewusste, anderenfalls werden sie abgeblockt und bleiben nur im Bewusstsein.
Hypnose gelingt dann, wenn der kritische Faktor herabgesenkt ist. Nur so sind Phänomene wie eine unbewegbare (kataleptische) Hand möglich. Natürlich kann die Person ihre Hand bewegen. Aber in dem Moment sind die Barrieren vom kritischen Faktor so weit gesenkt, dass die Aussagen vom Hypnotiseur, dass die Hand nicht bewegbar wäre und kataleptisch ist, als wahr angenommen. Verstärkt durch einen Kreis von Autosuggestion ("Ich stelle fest, dass ich meine Hand nicht bewegen kann. Also muss es so sein, dass ich sie nicht bewegen kann. Deshalb kann ich sie auch nicht bewegen.") ist die Hand unbeweglich geworden, obwohl sie unter normalen Umständen völlig problemlos und vollständig beweglich wäre.
Der kritische Faktor ist der Grund, warum neue (Neujahrs-)Vorsätze so schwer sind einzuhalten und durzuziehen. Der kritische Faktor findet viel mehr Bestätigungen in alten Verhaltensmustern und Glaubenssätzen. Also werden diese letztlich beibehalten. Also heißt es für das Vorhaben schlank zu sein: ihr müsst tricksen wie ein Hypnotiseur.
Das wichtigste überhaupt ist:
1. Positiv formulieren!
Formuliert eure Vorsätze positiv, zum Ziel hin, was ihr wollt. Denkt daran: wenn ihr negativ formuliert mit "nicht", habt ihr immer noch das Negative im Kopf. Das hilft auf Dauer nicht. Ich warne euch, wenn ihr negativ formuliert, habt ihr einen Elefanten im Kopf und der ist so groß, dass er die ganzen positiven Absichten zerdrückt.
Unser Gehirn arbeitet am besten mit Bildern. Deshalb wird auch immer wieder erzählt, wenn man sich eine Reihe von Dingen merken will, diese zu einer Geschichte zu verbinden. Eine ganze Geschichte finde ich zu kompliziert und umständlich. Besser finde ich mit anderen anderen Methoden zu arbeiten und sich einen Gedächtnispalast aufzubauen. Kennt ihr den Film The Machinist? Christian Bale spielt dort einen Mann, der so geplagt ist von Problemen, die er verdrängt, dass er praktisch nichts mehr isst, massive Schlafprobleme hat und entsprechend aussieht. Bestimmt war es auch für ihn als Schauspieler nicht gesund, so viel abzunehmen für die Rolle. Hier zwei Bilder davon:
Wieder einmal scheint es im Englischen noch extremer, wenn man mit Worten anfängt zu spielen. Gewicht zu verlieren (to lose weight) ist, wenn man es ausspricht dem losen/lockeren Warten (loose wait) sehr ähnlich. Im Englischen frage ich daher gerne: Warten worauf? Aber selbst im Deutschen halte ich den "Gewichtsverlust" als Wunsch für unglücklich gewählt. Niemand verliert gerne etwas. Ich kann euch nicht abnehmen, passende Worte zu wählen. Letzlich bleibt mir nur, darauf hinzuweisen, dass unterschiedliche Worte auch verschiedene Aussagen beinhalten können.
Nicht zu unterschätzen ist auch Unterstützung von außen. Wenn ein Kind dick ist und abnehmen soll, ist es am besten als Familienprojekt. Es hilft dem Kind nicht, wenn die Familie weiterhin Fastfood isst, während das Kind schlank sein soll durch gesunde Ernährung.
Zwei "Tricks", die mir noch heute ab und an helfen sind folgende: oft missdeuten wir Durst als Hunger und essen etwas. Es kann oft hilfreich sein, wenn wir statt dessen erst einmal gut Trinken. Abends kann es außerdem helfen ab einer gewissen Zeit Zähne putzen zu gehen. Danach sollte man ja bekanntlich nichts mehr essen. So trinke ich dann auch nur noch ungesüßten Tee oder Wasser.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
ihr wollt also schlank werden und habt euch vom Fitness Studio abgemeldet, weil ihr es sowieso nicht braucht. Hier kommt noch ein bisschen Gedankennahrung dazu.
Ich habe einmal gelesen, dass man mit Hypnose am meisten Erfolge hat und es eine der besten Möglichkeiten ist. Keine Ahnung, wie viel von dem, was ich gemacht habe, um schlanker zu in dem Sinne "Hypnose" war oder nicht. Unabhängig davon sehe ich bei Hypnose und erfolgreichen Schlanksein Parallelen. Viele glauben, dass man in Hypnose völlig willenlos wird. Das stimmt nicht. Es gibt neben dem Bewusstsein und Unbewussten eine dritte wichtige Instanz, die oft der "kritische Faktor" genannt wird. Er ist die Verbindung zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewussten. Das Unbewusste enthält Glaubenssätze und Überzeugungen. Der kritische Faktor prüft neue Informationen mit bereits existierenden Glaubenssätzen und Überzeugungen. Bei Übereinstimmung werden die neuen Informationen weitergeleitet ins Unbewusste, anderenfalls werden sie abgeblockt und bleiben nur im Bewusstsein.
Hypnose gelingt dann, wenn der kritische Faktor herabgesenkt ist. Nur so sind Phänomene wie eine unbewegbare (kataleptische) Hand möglich. Natürlich kann die Person ihre Hand bewegen. Aber in dem Moment sind die Barrieren vom kritischen Faktor so weit gesenkt, dass die Aussagen vom Hypnotiseur, dass die Hand nicht bewegbar wäre und kataleptisch ist, als wahr angenommen. Verstärkt durch einen Kreis von Autosuggestion ("Ich stelle fest, dass ich meine Hand nicht bewegen kann. Also muss es so sein, dass ich sie nicht bewegen kann. Deshalb kann ich sie auch nicht bewegen.") ist die Hand unbeweglich geworden, obwohl sie unter normalen Umständen völlig problemlos und vollständig beweglich wäre.
Der kritische Faktor ist der Grund, warum neue (Neujahrs-)Vorsätze so schwer sind einzuhalten und durzuziehen. Der kritische Faktor findet viel mehr Bestätigungen in alten Verhaltensmustern und Glaubenssätzen. Also werden diese letztlich beibehalten. Also heißt es für das Vorhaben schlank zu sein: ihr müsst tricksen wie ein Hypnotiseur.
Das wichtigste überhaupt ist:
1. Positiv formulieren!
Formuliert eure Vorsätze positiv, zum Ziel hin, was ihr wollt. Denkt daran: wenn ihr negativ formuliert mit "nicht", habt ihr immer noch das Negative im Kopf. Das hilft auf Dauer nicht. Ich warne euch, wenn ihr negativ formuliert, habt ihr einen Elefanten im Kopf und der ist so groß, dass er die ganzen positiven Absichten zerdrückt.
Unser Gehirn arbeitet am besten mit Bildern. Deshalb wird auch immer wieder erzählt, wenn man sich eine Reihe von Dingen merken will, diese zu einer Geschichte zu verbinden. Eine ganze Geschichte finde ich zu kompliziert und umständlich. Besser finde ich mit anderen anderen Methoden zu arbeiten und sich einen Gedächtnispalast aufzubauen. Kennt ihr den Film The Machinist? Christian Bale spielt dort einen Mann, der so geplagt ist von Problemen, die er verdrängt, dass er praktisch nichts mehr isst, massive Schlafprobleme hat und entsprechend aussieht. Bestimmt war es auch für ihn als Schauspieler nicht gesund, so viel abzunehmen für die Rolle. Hier zwei Bilder davon:
Gesund sieht das wirklich nicht aus.
Aber es gibt eurem Kopf eindeutige Bilder von dem, was ihr wollt.
Passt nur auf, dass ihr bitte, bitte nicht real so weit geht. Es
sollten nur Bilder sein, mit denen ihr an eurerem eigenen Ziel
arbeitet. So eine Figur zu haben ist krankhaft und auf Dauer höchst
schädlich für euch! Trotzdem: übertreibt für die Bilder, die ihr
benutzt, ob im Kopf oder die, die ihr euch tatsächlich raussucht als
Erinnerung. (Der 10. Doctor aus „Doctor Who“, David Tennant, ist
wohl eher eine höchst sympathisches und doch schlankes Vorbild.
Wobei wenigstens eine seiner Begleiterinnen, Donna Noble, ihn als
„nur ein langer Strich aus Nichts, Alien-Nichts.“ bezeichnete.
Recht hat sie.)
2. Findet Bilder (real oder
im Kopf), die übertrieben sind, um deutlich zu sein, was ihr wollt.
(Einmal schrieb mich eine im Internet
an und wollte, dass ich ihr mit Hypnose helfe für größere Brüste.
Ich erzählte ihr, dass ich bei meinem Wunsch schlanker zu sein an
Christian Bales Rolle in The Machinist gedacht hatte, um meinem Kopf
ein klares, deutliches Bild zu geben und empfahl ihr, das gleiche zu
tun. Sie suchte sich also ein Bild von einer Frau mit viel zu großen
Brüsten, druckte es aus und nutze das Bild dann. Einige Wochen
später schrieb sie mir wieder und berichtete, dass ihre Brüste
tatsächlich gewachsen seien. Ich weiß nicht, ob es stimmt, was sie
erzählte. Es wirkte auf mich so. Letztlich ist wohl das wichtigste,
dass sie zufrieden war und das schien sie mir.)
Manchmal habe ich getrickst und
bewusst etwas weitere Kleidung getragen, die nicht so eng anliegt.
Das gibt das Gefühl schlank zu sein. Zumindest schlanker als die
Kleidung, die bei mehr Gewicht eben enger anliegen würde. Skinny
Jeans wiederum sind manchmal ganz angenehm und lassen Oberschenkel
nicht ganz so sehr auseinandergehen, wie sie bei weiteren Jeans im
Sitzen gehen würden.
Wieder einmal scheint es im Englischen noch extremer, wenn man mit Worten anfängt zu spielen. Gewicht zu verlieren (to lose weight) ist, wenn man es ausspricht dem losen/lockeren Warten (loose wait) sehr ähnlich. Im Englischen frage ich daher gerne: Warten worauf? Aber selbst im Deutschen halte ich den "Gewichtsverlust" als Wunsch für unglücklich gewählt. Niemand verliert gerne etwas. Ich kann euch nicht abnehmen, passende Worte zu wählen. Letzlich bleibt mir nur, darauf hinzuweisen, dass unterschiedliche Worte auch verschiedene Aussagen beinhalten können.
Nicht zu unterschätzen ist auch Unterstützung von außen. Wenn ein Kind dick ist und abnehmen soll, ist es am besten als Familienprojekt. Es hilft dem Kind nicht, wenn die Familie weiterhin Fastfood isst, während das Kind schlank sein soll durch gesunde Ernährung.
Zwei "Tricks", die mir noch heute ab und an helfen sind folgende: oft missdeuten wir Durst als Hunger und essen etwas. Es kann oft hilfreich sein, wenn wir statt dessen erst einmal gut Trinken. Abends kann es außerdem helfen ab einer gewissen Zeit Zähne putzen zu gehen. Danach sollte man ja bekanntlich nichts mehr essen. So trinke ich dann auch nur noch ungesüßten Tee oder Wasser.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Labels:
abnehmen,
blauer Elefant,
Denken,
Doctor Who,
Erinnerung,
Formulierungen,
Gedächtnis,
Gedanken,
Gewicht,
Hypnose,
Körper,
Motivation,
nicht,
Psychologie,
schlank,
schlanker,
Wahrnehmung
Sonntag, 12. Mai 2013
Spalte in meinem Laptop
Liebe Leserinnen und Leser,
wir leben in einer kurzlebigen Welt, in der Technik von vor 3 Jahren bereits alt, wenn nicht sogar veraltet ist. Mein nicht ganz 3 Jahre alter Laptop, der letztes Jahr in Reparatur war, ist nun wieder kaputt. Schon eine oder zwei Wochen nach der Reparatur ging der Deckel vom Bildschirm etwas auseinander. Ich wollte den Laptop nach 4 Wochen Reparatur - unter anderem eben wegen des Deckels, der auseinander ging übrigens!!! - nicht schon wieder für 4 Wochen abgeben. Dieses Wochenende bin ich nun bei meinem Vater und bat ihn, den Deckel zu kleben. Er hatte es mir schon vorher angeboten und Freitag wurde mir das ganze dann so heikel, dass ich erst einmal Zuhause eine Sicherung aller Daten machte, die mir einfielen und erst dann fuhr ich zu ihm. Er klebte also den Deckel... und er hielt nicht. Dafür gab es noch mehr Spalte.
Mein letzter Blog-Eintrag hier ist von Ende April. Meine Zeit seither habe ich, unter anderem, damit verbracht, Folgen von der Serie Doctor Who anzusehen. Die Folgen ab 2005 übrigens. Derren Brown hatte in der zweiten Staffel seiner Serie "Trick or Treat" den Schauspieler David Tennant, der den 10. Doctor von 2005 bis 2010 spielte. Das machte mich neugierig auf ihn. Matt Smith hat dann übernommen ab der 5. Staffel dieser Serie. Unter anderem ist ein großes Thema dort ein Spalt im Zimmer des Mädchens Amy Pond. Was ist ein Zeichen, dass man zu viele Doctor Who Folgen gesehe hat? Man fängt an, zieht und sieht Parallelen in seinem eigenen Leben...
Im Gegensatz zu Amy habe ich allerdings keinen Doctor, der mir meinen Spalt oder meine Spalte (mittlerweile sind es nämlich schon meherere) repariert. Also habe ich mir heute einen neuen Laptop bei amazon bestellt und fahre morgen ohne diesen Laptop hier zurück. Den wage ich im Moment nicht mehr zu zu klappen. amazon ist ja immer recht schnell mit der Lieferung. Angesetzter Termin ist zwischen Dienstag und Donnerstag. Und was mache ich bis dahin ohne Laptop, ohne Internet? Was haben wir früher nur ohne Computer, ohne Internet gemacht???!!! Ich weiß schon, was ich mache. Ich werde meine Aloe Vera Ableger ansetzen und vielleicht mich an Ableger meiner Kakteen wagen.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
wir leben in einer kurzlebigen Welt, in der Technik von vor 3 Jahren bereits alt, wenn nicht sogar veraltet ist. Mein nicht ganz 3 Jahre alter Laptop, der letztes Jahr in Reparatur war, ist nun wieder kaputt. Schon eine oder zwei Wochen nach der Reparatur ging der Deckel vom Bildschirm etwas auseinander. Ich wollte den Laptop nach 4 Wochen Reparatur - unter anderem eben wegen des Deckels, der auseinander ging übrigens!!! - nicht schon wieder für 4 Wochen abgeben. Dieses Wochenende bin ich nun bei meinem Vater und bat ihn, den Deckel zu kleben. Er hatte es mir schon vorher angeboten und Freitag wurde mir das ganze dann so heikel, dass ich erst einmal Zuhause eine Sicherung aller Daten machte, die mir einfielen und erst dann fuhr ich zu ihm. Er klebte also den Deckel... und er hielt nicht. Dafür gab es noch mehr Spalte.
Mein letzter Blog-Eintrag hier ist von Ende April. Meine Zeit seither habe ich, unter anderem, damit verbracht, Folgen von der Serie Doctor Who anzusehen. Die Folgen ab 2005 übrigens. Derren Brown hatte in der zweiten Staffel seiner Serie "Trick or Treat" den Schauspieler David Tennant, der den 10. Doctor von 2005 bis 2010 spielte. Das machte mich neugierig auf ihn. Matt Smith hat dann übernommen ab der 5. Staffel dieser Serie. Unter anderem ist ein großes Thema dort ein Spalt im Zimmer des Mädchens Amy Pond. Was ist ein Zeichen, dass man zu viele Doctor Who Folgen gesehe hat? Man fängt an, zieht und sieht Parallelen in seinem eigenen Leben...
Im Gegensatz zu Amy habe ich allerdings keinen Doctor, der mir meinen Spalt oder meine Spalte (mittlerweile sind es nämlich schon meherere) repariert. Also habe ich mir heute einen neuen Laptop bei amazon bestellt und fahre morgen ohne diesen Laptop hier zurück. Den wage ich im Moment nicht mehr zu zu klappen. amazon ist ja immer recht schnell mit der Lieferung. Angesetzter Termin ist zwischen Dienstag und Donnerstag. Und was mache ich bis dahin ohne Laptop, ohne Internet? Was haben wir früher nur ohne Computer, ohne Internet gemacht???!!! Ich weiß schon, was ich mache. Ich werde meine Aloe Vera Ableger ansetzen und vielleicht mich an Ableger meiner Kakteen wagen.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Abonnieren
Posts (Atom)