Liebe Leserinnen und Leser,
gewöhnlich ist langweilig. Also wäre es doch interessant, Bienen zu haben. Im Gegensatz zu anderen Haustieren, die nur Kosten verursachen, kann man den Honig und das Wachs der Bienen nutzen und sogar verkaufen. Außerdem sind sie halbwegs selbstversorgende Lebewesen. Sicherlich muss man kontrollieren und schauen, dass sie genug Futter und Wasser haben. Aber es ist nicht wie zum Beispiel Meerschweinchen mit einem Käfig, der wöchentlich sauber gemacht werden muss und man kiloweise Heu, Stroh und Einstreu braucht oder wie eine Katze mit Katzenklo, das täglich gereinigt werden muss und auch nicht wie ein Hund, der täglich mehrmals Gassi geführt werden muss. In Büchern habe ich immer wieder gelesen, dass übers Jahr verteilt der Zeitaufwand für die Bienenpflege bei etwa 10 Stunden im Jahr liegt. Wenn ich das mal mit meinen Meerschweinchen vergleiche: beeile ich mich mit dem Käfig, kann ich in 10 Minuten fertig sein, meist dauert es eher etwas um 20 Minuten bis halbe Stunde jeweils einmal die Woche. Selbst bei 10 Minuten die Woche, komme ich auf 40 Minuten im Monat nur für Käfig sauber machen.
Es gibt hier einen Imker, der eine so genannte Patenschaft anbietet. Die Bienen stehen bei dir im Garten und es kommt ein Pate/erfahrener Imker vorbei, sich um die Bienen zu kümmern. Man kann auch angeleitet werden und behält in jedem Fall den Honig für sich selbst.
Wichtig ist natürlich auch einen Bienengift-Test zu machen. Ich bin nicht allergisch. Soweit bin ich also schon. Und nun weiter? Soll ich den Imker anrufen oder nicht? Das Telefonat steht als einziges noch zwischen den Bienen und mir. Okay und ein Besuch von einem Imker zu klären ob und wo die Bienen am besten hier stehen können oder nicht. Ich weiß noch nicht recht. Traue mich noch nicht, den Imker anzurufen. Möglicherweise will ich auch nur ein wenig Aufmerksamkeit mit einem ungewöhnlichen Hobby. Alleine die Neuigkeit, dass ich mir eventuell Bienen hole, finden viele Leute spannend.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Montag, 24. März 2014
Freitag, 28. Februar 2014
M&M: Victoria Wood's Nice Cup of Tea
Liebe Leserinnen und Leser,
für alle diejenigen unter euch, die gerne Tee trinken oder sich für Tee interessieren und gute Englischkenntnisse haben, habe ich diesen Monat eine interessante Dokumentation für euch:
"Victoria Wood's Nice Cup of Tea" ist eine Produktion der BBC produziert im April 2013. Victoria Wood geht in dieser zweiteiligen Sendung (jeweils etwa 60 Minuten Laufzeit) der Geschichte von Tee nach und warum die Briten so vernarrt in Tee sind. Im ersten Teil geht es darum, wie Tee, der ursprünglich aus China kam, nach Großbritannien kam. Die Briten wollten schließlich von den Chinesen unabhängig werden. Indien war ein guter Ersatz für die Briten, war Indien doch eine ehemalige britische Kolonie. Aber was könnten die Briten haben, um mit den Indern zu verhandeln? Die Antwort auf diese Frage hat mich sehr überrascht und war für mich völlig unerwartet.
Der zweite Teil handelt davon, warum Tee den Briten so viel bedeutet. Victoria Wood spricht mit Bauarbeitern, Taxifahrern, dem Schauspieler Matt Smith (bekannt unter anderem als der 11. Doctor von "Doctor Who"). Der Tee hat den Briten geholfen den Krieg zu gewinnen, meinen einige Gesprächspartner. Zum Ende des zweiten Teils der Dokumentarion stellt Victoria Woods die Frage, ob der Tee überhaupt noch Zukunft hat mit Starbucks und den diversen Sorten von Kaffee und Kaffeemischungen. Hat Tee eine Zukunft? Was könnte die Zukunft vom Tee sein? Übrigens auch überlegenswert, warum im Englischen oft die Rede ist von einem "nice cup of tea". Warum "nice"?
Youtube hat, zumindest bisher, beide Teile online. Hier die Links:
Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=VOwWTFh_y9E (59 Minuten)
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=d4I47_vXBtU (58:44 Minuten)
Bis zum nächsten Blog,
sarah
für alle diejenigen unter euch, die gerne Tee trinken oder sich für Tee interessieren und gute Englischkenntnisse haben, habe ich diesen Monat eine interessante Dokumentation für euch:
"Victoria Wood's Nice Cup of Tea" ist eine Produktion der BBC produziert im April 2013. Victoria Wood geht in dieser zweiteiligen Sendung (jeweils etwa 60 Minuten Laufzeit) der Geschichte von Tee nach und warum die Briten so vernarrt in Tee sind. Im ersten Teil geht es darum, wie Tee, der ursprünglich aus China kam, nach Großbritannien kam. Die Briten wollten schließlich von den Chinesen unabhängig werden. Indien war ein guter Ersatz für die Briten, war Indien doch eine ehemalige britische Kolonie. Aber was könnten die Briten haben, um mit den Indern zu verhandeln? Die Antwort auf diese Frage hat mich sehr überrascht und war für mich völlig unerwartet.
Der zweite Teil handelt davon, warum Tee den Briten so viel bedeutet. Victoria Wood spricht mit Bauarbeitern, Taxifahrern, dem Schauspieler Matt Smith (bekannt unter anderem als der 11. Doctor von "Doctor Who"). Der Tee hat den Briten geholfen den Krieg zu gewinnen, meinen einige Gesprächspartner. Zum Ende des zweiten Teils der Dokumentarion stellt Victoria Woods die Frage, ob der Tee überhaupt noch Zukunft hat mit Starbucks und den diversen Sorten von Kaffee und Kaffeemischungen. Hat Tee eine Zukunft? Was könnte die Zukunft vom Tee sein? Übrigens auch überlegenswert, warum im Englischen oft die Rede ist von einem "nice cup of tea". Warum "nice"?
Youtube hat, zumindest bisher, beide Teile online. Hier die Links:
Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=VOwWTFh_y9E (59 Minuten)
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=d4I47_vXBtU (58:44 Minuten)
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Donnerstag, 27. Februar 2014
Besser in einer anderen Zeit geboren?
Liebe Leserinnen und Leser,
von "Sherlock" zu "Elementary". Obwohl mich das Ende der ersten Staffel von "Elementary" nicht so sehr begeistert hat - abgesehen von der letzten Szene (Bienen!) - habe ich dann doch weiter die 2. Staffel geschaut, sobald es das Internet zuließ. In der 7. Folge dann ist Sherlock auf einem Treffen ehemaliger Abhängiger. Der Leiter hat zum Abschluss eine Frage, zu der sich überraschenderweise Sherlock als erstes meldet. Es geht um verrückte Gedanken, die die ehemals Abhängigen haben. Gedanken, die ihnen einfach kommen, obwohl sie wissen, dass es verrückte Gedanken sind.
Sherlock: "Ich frage mich oft, ob ich nicht besser in eine andere Zeit geboren wäre." Und erklärt, erstaunlich offen, weiter: "Meine Sinne sind ungewöhnlich - naja, man könnte sogar unnatürlich sagen - scharf. Unsere Zeit ist eine mit vielen Ablenkungen. Es ist wie ein quälender Paukenschlag an ständiger Eingabe. Diese Kakophonie, die uns bis zu uns nach Hause verfolgt in unsere Betten und sich in unsere in unsere Seele schleicht, wieso sollte man dann nicht auf eine bessere Welt hoffen. Für eine lange Zeit, gab es nur eine Maske, für meine rohen Nervenenden und das war ein ausgiebiger Drogenkonsum. In meinen weniger produktiven Momenten, frage ich mich also, wenn ich doch etwas früher geboren wäre, als es dort draußen noch ruhiger war, wäre ich dann überhaupt abhängig geworden? Wäre ich vielleicht konzentrierter gewesen? Ein fokussierterer Mensch?"
Jemand fragt Sherlock: "Was, wie bei den alten Griechen?"
Sherlock: "Hast du überhaupt eine Ahnung, was in der hellenischen Ära so als Zahnersatz durchging? Nein, nein, ich wollte schon, ähm... ein paar Wunder der Moderne. Einfach kurz bevor alles so... verstärkt wurde."
Die Diskussion wird unterbrochen, als sich Sherlocks Bruder Mycroft mit einer Frage zu erkennen gibt. Sherlock ist entsetzt und geht. Nicht nur Sherlock mit seiner außergewöhnlichen Wahrnehmung ist gestresst. Auch wir normal Sterblichen sind immer gestresster und alles um uns wird schneller und lauter und größer und heller. Gebt einmal bei Google Bilder ein: Erde nachts. So hell erleuchtet ist die Erde selbst in der Nacht. Muss das alles so sein?
Bis zum nächsten Blog,
sarah
von "Sherlock" zu "Elementary". Obwohl mich das Ende der ersten Staffel von "Elementary" nicht so sehr begeistert hat - abgesehen von der letzten Szene (Bienen!) - habe ich dann doch weiter die 2. Staffel geschaut, sobald es das Internet zuließ. In der 7. Folge dann ist Sherlock auf einem Treffen ehemaliger Abhängiger. Der Leiter hat zum Abschluss eine Frage, zu der sich überraschenderweise Sherlock als erstes meldet. Es geht um verrückte Gedanken, die die ehemals Abhängigen haben. Gedanken, die ihnen einfach kommen, obwohl sie wissen, dass es verrückte Gedanken sind.
Sherlock: "Ich frage mich oft, ob ich nicht besser in eine andere Zeit geboren wäre." Und erklärt, erstaunlich offen, weiter: "Meine Sinne sind ungewöhnlich - naja, man könnte sogar unnatürlich sagen - scharf. Unsere Zeit ist eine mit vielen Ablenkungen. Es ist wie ein quälender Paukenschlag an ständiger Eingabe. Diese Kakophonie, die uns bis zu uns nach Hause verfolgt in unsere Betten und sich in unsere in unsere Seele schleicht, wieso sollte man dann nicht auf eine bessere Welt hoffen. Für eine lange Zeit, gab es nur eine Maske, für meine rohen Nervenenden und das war ein ausgiebiger Drogenkonsum. In meinen weniger produktiven Momenten, frage ich mich also, wenn ich doch etwas früher geboren wäre, als es dort draußen noch ruhiger war, wäre ich dann überhaupt abhängig geworden? Wäre ich vielleicht konzentrierter gewesen? Ein fokussierterer Mensch?"
Jemand fragt Sherlock: "Was, wie bei den alten Griechen?"
Sherlock: "Hast du überhaupt eine Ahnung, was in der hellenischen Ära so als Zahnersatz durchging? Nein, nein, ich wollte schon, ähm... ein paar Wunder der Moderne. Einfach kurz bevor alles so... verstärkt wurde."
Die Diskussion wird unterbrochen, als sich Sherlocks Bruder Mycroft mit einer Frage zu erkennen gibt. Sherlock ist entsetzt und geht. Nicht nur Sherlock mit seiner außergewöhnlichen Wahrnehmung ist gestresst. Auch wir normal Sterblichen sind immer gestresster und alles um uns wird schneller und lauter und größer und heller. Gebt einmal bei Google Bilder ein: Erde nachts. So hell erleuchtet ist die Erde selbst in der Nacht. Muss das alles so sein?
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Labels:
Denken,
Elementary,
Gesellschaft,
Sherlock Holmes
Mittwoch, 26. Februar 2014
Bin ich hübsch?
Liebe Leserinnen und Leser,
Sherlock Holmes kann durch seine analytische Art manchmal unglaublich nervig sein. Oder wenn er nicht zugeben will, dass er keine Ahnung hat. In "The Sign of Three" (der 2. Episode der 3. Staffel von "Sherlock") trifft wahrscheinlich beides zu. Sherlock und John sind beide zu Johns Junggesellenabschied betrunken und spielen "Blatt vorm Kopf". Dabei bekommt man von jemand anderen ein Blatt Papier mit einem Namen auf die Stirn und muss diesen erraten. Eigentlich ein recht unterhaltsames Spiel. Nur nicht unbedingt mit Sherlock. John hätte mittlerweile wissen müssen, dass Sherlock für Klatsch und Tratsch und allgemein als bekannt oder berühmte Persönlichkeiten geltende Personen nichts übrig hat.
John: "Bin ich hübsch? Die hier." (John zeigt auf das Blatt auf seiner Stirn)
Sherlock: "Schönheit ist ein Konstrukt, welches allein auf Kindheitseindrücken, Einflüssen und Vorbildern basiert."
John: "Ja, aber bin ich eine hübsche Frau?"
Sherlock: "Ich weiß nicht, wer Sie sind. Ich weiß nicht, wer Sie sein sollen."
John: "Sie haben den Namen ausgesucht!"
Sherlock: "Ich habe ihn zufällig aus der Zeitung genommen."
John: "Sie kapieren das Spiel nicht wirklich, oder, Sherlock?"
Mit seinem Argument hat Sherlock trotzdem Recht. Es sind genau die von Sherlock genannten Faktoren und mehr, mit denen wir fremde Personen als sympatisch oder unsympatisch einordnen, in klug oder dumm oder all die anderen Schubladen, die wir so haben. Eine völlig normale Reaktion. Routine und bekannte Situationen, Dinge und Personen sind, was uns hilft und das Leben erleichtert. Wir können nicht ständig bei jeder Situation reagieren, als wäre es völlig neu für uns. So wie es keine wirkliche Objektivität gibt.
Auch Sherlock Holmes ist mit seiner Denkweise trotzdem nicht unfehlbar. In "Das große Spiel" (Staffel 1, Folge 3 von "Sherlock") kann John es anfangs nicht glauben, dass Sherlock nicht weiß, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Detective Inspector Lestrade und andere Polizisten machen sich ebenso darüber lustig. Sherlock ist das egal. Sein Kopf ist ihm wichtig und die Tatsache, dass die Erde sich um die Sonne dreht, ist ihm nicht wichtig genug, länger im Gedächtnis zu behalten. Doch am Ende der Folge muss Sherlock selbst feststellen, dass ein bisschen mehr Wissen um das Sonnensystem ihm geholfen hätte, den Fall schneller zu lösen.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Sherlock Holmes kann durch seine analytische Art manchmal unglaublich nervig sein. Oder wenn er nicht zugeben will, dass er keine Ahnung hat. In "The Sign of Three" (der 2. Episode der 3. Staffel von "Sherlock") trifft wahrscheinlich beides zu. Sherlock und John sind beide zu Johns Junggesellenabschied betrunken und spielen "Blatt vorm Kopf". Dabei bekommt man von jemand anderen ein Blatt Papier mit einem Namen auf die Stirn und muss diesen erraten. Eigentlich ein recht unterhaltsames Spiel. Nur nicht unbedingt mit Sherlock. John hätte mittlerweile wissen müssen, dass Sherlock für Klatsch und Tratsch und allgemein als bekannt oder berühmte Persönlichkeiten geltende Personen nichts übrig hat.
John: "Bin ich hübsch? Die hier." (John zeigt auf das Blatt auf seiner Stirn)
Sherlock: "Schönheit ist ein Konstrukt, welches allein auf Kindheitseindrücken, Einflüssen und Vorbildern basiert."
John: "Ja, aber bin ich eine hübsche Frau?"
Sherlock: "Ich weiß nicht, wer Sie sind. Ich weiß nicht, wer Sie sein sollen."
John: "Sie haben den Namen ausgesucht!"
Sherlock: "Ich habe ihn zufällig aus der Zeitung genommen."
John: "Sie kapieren das Spiel nicht wirklich, oder, Sherlock?"
Mit seinem Argument hat Sherlock trotzdem Recht. Es sind genau die von Sherlock genannten Faktoren und mehr, mit denen wir fremde Personen als sympatisch oder unsympatisch einordnen, in klug oder dumm oder all die anderen Schubladen, die wir so haben. Eine völlig normale Reaktion. Routine und bekannte Situationen, Dinge und Personen sind, was uns hilft und das Leben erleichtert. Wir können nicht ständig bei jeder Situation reagieren, als wäre es völlig neu für uns. So wie es keine wirkliche Objektivität gibt.
Auch Sherlock Holmes ist mit seiner Denkweise trotzdem nicht unfehlbar. In "Das große Spiel" (Staffel 1, Folge 3 von "Sherlock") kann John es anfangs nicht glauben, dass Sherlock nicht weiß, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Detective Inspector Lestrade und andere Polizisten machen sich ebenso darüber lustig. Sherlock ist das egal. Sein Kopf ist ihm wichtig und die Tatsache, dass die Erde sich um die Sonne dreht, ist ihm nicht wichtig genug, länger im Gedächtnis zu behalten. Doch am Ende der Folge muss Sherlock selbst feststellen, dass ein bisschen mehr Wissen um das Sonnensystem ihm geholfen hätte, den Fall schneller zu lösen.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Labels:
Dr. John Watson,
Psychologie,
Sherlock,
Sherlock Holmes
Freitag, 31. Januar 2014
M&M: Ein Herz und eine Kanone
Liebe Leserinnen und Leser,
der Schauspieler Liam Neeson spielte 2000 die Hauptrolle des DEA-Agenten Charlie in dem Film "Ein Herz und eine Kanone" (Gun Shy). Charlie kommt von einem Undercover-Auftrag zurück, der in einem völligen Desaster geendet hat. Eine wilde Schießerei, in deren Verlauf auch ein guter Kollege von Charlie getötet wurde und Charlie selbst auch fast umgekommen wäre und statt dessen mit dem Gesicht in einer Wassermelone landete. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass er nun Melonen nicht ausstehen kann. Seither plagen ihn Verdauungsstörungen und massive Ängste. Er wünscht sich nichts mehr als den Ruhestand und den Blick aufs Meer.
Mit Charlie im Flugzeug sitzt der Therapeut Dr. Jeff Bleckner (Michael Mantell). Dieser merkt, wie unruhig Charlie ist und bietet seine Hilfe an. Auf Anraten von Dr. Bleckner macht Charlie eine Gruppentherapie. Dort stellt er fest, dass jeder von ihnen ebenso unzufrieden ist mit seinem (Berufs)Leben und trifft auf offene Ohren für seine eigenen Probleme. Charlies Vorgesetzte setzen ihn auf einen letzten Fall an. Er soll den gefürchteten Mafiaboss Fulvio (Oliver Platt) mit seinen Geldwäschegeschäften auffliegen lassen. Charlie ist so nervös vor dem ersten Treffen mit Fulvio, dass er sich von Dr. Bleckner Tabletten verschreiben lässt. Der Therapeut gibt ihm ausdrücklich die Anweisung nur eine zu nehmen. Aber Charlie ist so nervös und die Wirkung kommt ihm nicht schnell genug. Also nimmt er eine zweite. Das führt dazu, dass Charlie beim Treffen dann nicht nur ruhig ist, sondern sehr damit zu kämpfen hat, überhaupt wach zu bleiben. Schließlich kann Charlie nicht widerstehen und schläft mitten auf seinem Stuhl einfach ein. Fulvio ist begeistert und beeindruckt, wie ruhig und selig Charlie einfach so schlafen kann.
Charlie und Fulvio freunden sich ehrlich an. So merkt Charlie schließlich, dass der fiese Mafiaboss nur eine Fassade ist. Fulvio wünscht sich nichts sehnlicher, als Tomaten zu züchten. Fieser Mafiaboss ist er nur, weil es scheinbar alle anderen von ihm so erwarten. Damit ist Fulvio eine weitere Person, die unglücklich ist und ganz andere Wünsche für sein eigenes Leben hat. Charlie beschließt ihm zu helfen.
Für seine Verdauungsprobleme konsultiert Charlie die schöne Judy Tipp (Sandra Bullock), die ihm nicht nur durch alternative Medizin in körperlicher Hinsicht helfen kann. Er lässt sich von ihrem Optimismus anstecken und die beiden kommen sich näher.
Alles in allem ist der Film sicher sehr konstruiert und nicht gerade realistisch. Trotzdem hat der Film viel Witz und es macht mir immer wieder großen Spaß den großartigen Schauspielern zuzusehen. Die Charaktere sind mit viel Liebe geschrieben worden, selbst kleinere Rollen und es macht mir Freude sie zu sehen mit all ihren Eigenarten und ihren Problemen, durch die sich sich durchbeißen und versucht sind, an ihren Träumen festzuhalten und ihnen nah zu kommen. Am Ende dieses turbulenten Abenteuers haben vor allem Charlie und Fulvio sicher viel für sich gelernt und so einiges an Entwicklungen durchgemacht und erreicht.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
der Schauspieler Liam Neeson spielte 2000 die Hauptrolle des DEA-Agenten Charlie in dem Film "Ein Herz und eine Kanone" (Gun Shy). Charlie kommt von einem Undercover-Auftrag zurück, der in einem völligen Desaster geendet hat. Eine wilde Schießerei, in deren Verlauf auch ein guter Kollege von Charlie getötet wurde und Charlie selbst auch fast umgekommen wäre und statt dessen mit dem Gesicht in einer Wassermelone landete. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass er nun Melonen nicht ausstehen kann. Seither plagen ihn Verdauungsstörungen und massive Ängste. Er wünscht sich nichts mehr als den Ruhestand und den Blick aufs Meer.
Mit Charlie im Flugzeug sitzt der Therapeut Dr. Jeff Bleckner (Michael Mantell). Dieser merkt, wie unruhig Charlie ist und bietet seine Hilfe an. Auf Anraten von Dr. Bleckner macht Charlie eine Gruppentherapie. Dort stellt er fest, dass jeder von ihnen ebenso unzufrieden ist mit seinem (Berufs)Leben und trifft auf offene Ohren für seine eigenen Probleme. Charlies Vorgesetzte setzen ihn auf einen letzten Fall an. Er soll den gefürchteten Mafiaboss Fulvio (Oliver Platt) mit seinen Geldwäschegeschäften auffliegen lassen. Charlie ist so nervös vor dem ersten Treffen mit Fulvio, dass er sich von Dr. Bleckner Tabletten verschreiben lässt. Der Therapeut gibt ihm ausdrücklich die Anweisung nur eine zu nehmen. Aber Charlie ist so nervös und die Wirkung kommt ihm nicht schnell genug. Also nimmt er eine zweite. Das führt dazu, dass Charlie beim Treffen dann nicht nur ruhig ist, sondern sehr damit zu kämpfen hat, überhaupt wach zu bleiben. Schließlich kann Charlie nicht widerstehen und schläft mitten auf seinem Stuhl einfach ein. Fulvio ist begeistert und beeindruckt, wie ruhig und selig Charlie einfach so schlafen kann.
Charlie und Fulvio freunden sich ehrlich an. So merkt Charlie schließlich, dass der fiese Mafiaboss nur eine Fassade ist. Fulvio wünscht sich nichts sehnlicher, als Tomaten zu züchten. Fieser Mafiaboss ist er nur, weil es scheinbar alle anderen von ihm so erwarten. Damit ist Fulvio eine weitere Person, die unglücklich ist und ganz andere Wünsche für sein eigenes Leben hat. Charlie beschließt ihm zu helfen.
Für seine Verdauungsprobleme konsultiert Charlie die schöne Judy Tipp (Sandra Bullock), die ihm nicht nur durch alternative Medizin in körperlicher Hinsicht helfen kann. Er lässt sich von ihrem Optimismus anstecken und die beiden kommen sich näher.
Alles in allem ist der Film sicher sehr konstruiert und nicht gerade realistisch. Trotzdem hat der Film viel Witz und es macht mir immer wieder großen Spaß den großartigen Schauspielern zuzusehen. Die Charaktere sind mit viel Liebe geschrieben worden, selbst kleinere Rollen und es macht mir Freude sie zu sehen mit all ihren Eigenarten und ihren Problemen, durch die sich sich durchbeißen und versucht sind, an ihren Träumen festzuhalten und ihnen nah zu kommen. Am Ende dieses turbulenten Abenteuers haben vor allem Charlie und Fulvio sicher viel für sich gelernt und so einiges an Entwicklungen durchgemacht und erreicht.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Labels:
Drama,
Film,
Komödie,
Liam Neeson,
M&M,
Probleme,
psychische Erkrankung,
Psychotherapie
Mittwoch, 29. Januar 2014
Früher war alles besser?
Liebe Leserinnen und Leser,
2003 war das Jahr, in dem unserer Familien-PC einen Internetanschluss bekam. Die Welt stand uns offen!
Wir legten uns E-Mail Adressen zu und schrieben auf einmal viel billiger und schneller E-Mails an weiter entfernt lebende Verwandte und Freunde. Könnt ihr euch daran erinnern, wann ihr zum letzten Mal einen Brief an jemanden komplett handschriftlich geschrieben? Einen Brief, keine Postkarte! Mein letzter handschriftlicher Brief war letzes Jahr. Eher zufällig, da ich etwas für einen neuen Ausweis verschicken musste und keinen Drucker hatte. Mein letzter Brief davor? Keine Ahnung. Und bei euch?
Wie habt ihr für letztes Weihnachten Geschenke besorgt? Ich habe genau ein Geschenk in einem Geschäft geholt. Alles andere habe ich bequem per Internet bestellt. Irgendwie doch traurig.
Überhaupt, was haben wir früher, ohne Internet und Computer gemacht? Mehr gelesen wahrscheinlich. Im November 2012 stellte die Zeitung "Frankfurter Rundschau" zunächst einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht in Frankfuhrt am Main. Die Druckkosten waren zu hoch im Vergleich zu Verkaufszahlen. Warum auch eine Zeitung kaufen, wenn alles online kostenlos lesbar ist? Im Februar 2013 wurde dann bekannt, dass es doch weiter geht.
Vielleicht war früher alles besser. Zumindest haben viele von uns nicht so viel vor einem Bildschirm gehockt und mehr mit anderen unternommen. Macht das Computer gleich schlecht? Die Welt verändert sich nun einmal und Kulturen und Menschen verändern sich. Früher gab es nur Bücher in Büchereien und Bibliotheken. Jetzt kann man dort auch CDs und DVDs ausleihen. Früher waren die Kataloge von Büchereien Karteikästen mit Karten aus Papier. Jetzt ist alles im Computer mit einer einfacheren, schnellen Suche. Und wir müssen nicht einmal zur Bücherei, um festzustellen, ob sie das Buch, was wir suchen überhaupt haben oder ob es ausleihbar ist. Wir können es online zu Hause aus nachschauen. Im Gegensatz zu online Einkäufen, die mich eher etwas traurig stimmen und es trotzdem mache, finde ich die online Suche im Büchereikatalog gut. Oder vielleicht auch nicht. Denn wenn ohne käme ich in jedem Fall einmal aus dem Haus... Der Computer ersetzt, jedenfalls noch nicht, den Menschen völlig. Die Arbeit wird nur etwas anders durch Computer. Noch sehe ich auch nicht die Gefahr, dass technische Veränderungen und Erneuerungen unseren Arbeitsplatz in dem Sinne bedrohen. Maschinen übernehmen die Welt? Glaube ich nicht. Denn dazu haben die Maschinen (noch) zu wenig Eigenleben entwickelt und letztlich liegt es doch an uns, den Nutzern von der Technik, ob oder wie weit und wie wir sie nutzen wollen. Auch wenn manche Fernsehprogramme mittlerweile von vielen eher als flach und dumm angesehen werden, habe ich immer noch Vertrauen in die Menschen, dass sie sich nicht so sehr von den Maschinen kontrollieren lassen, dass am Ende die Maschinen die Menschen völlig unter Kontrolle hätten.
Oder doch? Denn was bleibt uns, wenn einmal Stromausfall unsere Geräte lahm legt? Selbst wenn wir in unserer Verzweiflung zurück zu unseren Büchern kämen, bräuchten wir Licht dafür, sie lesen zu können. Was mit den modernen eBook-Readern auch bei Stromausfall wohl kein Problem sein sollte. Oder wenn man nur genug Kerzen im Haus hätte und ein Feuerzeug oder Streichhölzer.
2012 kam der australische Film "Underground: The Julian Assange Story" raus, der von der Jugend von Julian Assange, dem Gründer und Chefredakteur von WikiLeaks erzählt. Es gibt eine Szene, in der der junge Julian mit seiner Freundin in seinem Zimmer zusammen sitzt. Es ist schon dunkel draußen. Sie erzählt ihm von einem Ort, an den sie gerne hin möchte und fragt, ob er verreisen möchte. Macht er bereits, sagt er. Wenn er Computer hackt, reist er die ganze Zeit. Gleichzeitig hier in seinem Schlafzimmer und auf der anderen Seite der Welt zu sein. Dann sagt er ihr, sie soll aus dem Fenster schauen und einen Bezirk nennen. Sie tut es. Julian tippt einige wenige Zeilen in den Computer und plötzlich gehen alle Lichter im von ihr genannten Bezirk aus. "Hast du das gerade gemacht?", fragt sie ihn. Er antwortet ihr nicht, sagt ihr nur, sie sollte einen anderen Bezirk nennen. "Nein", sagt sie. "All die armen Leute sind im Dunkeln." "Sie sind glücklich", sagt er. "Wusstest du, dass es immer neun Monate nach einem Stromausfall eine erhöhte Anzahl von Kindergeburten gibt?"
Abschließend noch Warren G. Bennis' Vision der "Fabrik der Zukunft":
Die Fabrik der Zukunft wird nur noch zwei Angestellte haben: einen Mann und einen Hund. Der Mann hat die Aufgabe, den Hund zu füttern. Und der Hund hat die Aufgabe, den Mann daran zu hindern, die Maschinen anzufassen.
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Labels:
Bücher,
Gesellschaft,
Kultur,
Stromausfall,
Technik
Standort:
Bochum, Deutschland
Freitag, 17. Januar 2014
Drei Fragen
Liebe Leserinnen und Leser,
ich weiß nicht, von wem diese Fragen ursprünglich kamen. Wer es nachweisen kann, dem wäre ich für einen entsprechenden Kommentar dankbar.
Craig Ferguson sagte jedenfalls in einem Comedy Central Auftritt, dass drei Fragen wichtig wären, bevor man spricht... vor allem aber, bevor man im Internet etwas schreibt, wo es praktisch für die Ewigkeit bleibt:
1. Muss es gesagt werden? (Does it have to be said?)
2. Muss es von mir gesagt werden? (Does it have to be said by me?)
3. Muss es von mir jetzt gesagt werden? (Does it have to be said by me now?)
Hier der Videoclip von Craig Vergusons Auftritt bzw. eine Vorschau: http://www.youtube.com/watch?v=pIdox3zpv-w
Bis zum nächsten Blog,
sarah
ich weiß nicht, von wem diese Fragen ursprünglich kamen. Wer es nachweisen kann, dem wäre ich für einen entsprechenden Kommentar dankbar.
Craig Ferguson sagte jedenfalls in einem Comedy Central Auftritt, dass drei Fragen wichtig wären, bevor man spricht... vor allem aber, bevor man im Internet etwas schreibt, wo es praktisch für die Ewigkeit bleibt:
1. Muss es gesagt werden? (Does it have to be said?)
2. Muss es von mir gesagt werden? (Does it have to be said by me?)
3. Muss es von mir jetzt gesagt werden? (Does it have to be said by me now?)
Hier der Videoclip von Craig Vergusons Auftritt bzw. eine Vorschau: http://www.youtube.com/watch?v=pIdox3zpv-w
Bis zum nächsten Blog,
sarah
Abonnieren
Posts (Atom)